Chronik

Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Victor Hugo

Wie alles begann

„Wir wollen etwas für Heimbach tun.“ Dieses Schlagwort stand im Mittelpunkt eines Gesprächs auf der Geburtstagsparty von Dr. Harro Höger am 6. November 2005. Die Diskussionsteilnehmer redeten sich die Köpfe heiß, und auch in den nächsten Wochen wurde die „Schnapsidee“ nicht vergessen, sondern reifte zu einem handfesten Programm: Mit Hilfe eines Vereins sollten ältere Heimbacher dazu animiert werden, sich je nach Hobby und Interessenlage zu Gruppen zusammen zu schließen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Alles schien möglich: Malen, Tanzen, Singen, Theater spielen, Basteln, Wandern…


Die Dürener Nachrichten schrieben: Sie gründeten aus einer Weinlaune heraus einen Verein, Margret Bidaoui (rechts) und Ulrike Schwieren-Höger

Auch ein Name für den neuen Verein war schnell gefunden: „Die jungen Alten Heimbach“ wollten alle Interessen fördern und es ermöglichen, „gemeinsam gut alt zu werden“.  Wichtig war den Gründern: Partei- und Konfessionsgrenzen dürfen keine Rolle spielen. Jeder sollte seinen Beitrag leisten können, um in zunehmendem Alter, der Einsamkeit entgegen zu wirken und Freude am Leben zu haben. Nicht zuletzt: Der Verein sollte keine Mitgliedsbeiträge erheben, sondern sich durch Spenden finanzieren.


Die „Dürener Zeitung“ veranschaulichte die Aktivitäten der „Jungen Alten“ mit diesem fröhlichen Foto, auf dem einige Gründungsmitglieder zu sehen sind. Von links: Dr. Mohamed Bidaoui, Margret Bidaoui, Manfred Jaeger, Ulrike Schwieren-Höger, Marita Jaeger und Brigitte Gfeller. 

2006
Aus der Idee wurde eine Gründungsversammlung, an der im April 2006 fast 30 Heimbacher im WIZE-Wasser-Info-Zentrum teilnahmen. Zur Vorsitzenden des neuen Vereins wurde Margret Bidaoui gewählt, die als Gattin des Heimbacher Hausarztes, Dr. Mohamed Bidaoui, vielerlei Kontakte pflegte. Ihr zur Seite stand Ulrike Schwieren-Höger, die als Redakteurin den Verein in Stadt und Kreis bekannt machte, und zahlreiche Ideen beitrug. Kassiererin wurde Ingrid Müller aus dem Stadtteil Vlatten. Zu den Förderern und Geldgebern zählten von Anfang an Manfred Jaeger mit der Krischer Stiftung. Die ersten 500 Euro Einnahmen spendete Marita Jaeger den „Jungen Alten“ aus Erlösen der Versteigerung einer Grafik von Salvador Dali in ihrer Galerie „Kunstwerk“. Robert Feicke war schon in den Anfängen des Vereins Justitiar und Ratgeber. Und auch Helmi Breuer, die Ortsvorsitzende von Heimbach, begeisterte sich von Anfang an für die Idee.

Acht Gruppen gehörten zu den Pionieren des Vereins:

  1. Gesellschaftsspiele mit Margret Bidaoui und Helmut Breuer
  2. Singen mit Frank Ledig am Akkordeon
  3. Fitnessgruppen mit Brigitte Gfeller
  4. Malen mit Gisela Mertins
  5. Theaterspielen mit Eva-Maria Jung sowie Gerda und Richard Boje
  6. Fahrradfahren mit Theo Ohrem
  7. Ausstellungsfahrten mit Marita Jaeger
  8. Übungen zur Förderung der Lebensenergie mit Dhyani Gisela Seeler
  9. Sonderveranstaltungen mit Ulrike Schwieren-Höger


Eine Überraschung erlebten die „Jungen Alten“ im Dezember 2006, als die „Dürener Zeitung“ sie zu den „Menschen des Jahres 2006“ zählte.

2007
Die „Jungen Alten“ begrüßen neue Gruppen:

  1. Kegeln mit Hildegard Kremers
  2. Handarbeiten mit Karin Wergen
  3. Spiele für und mit Kindern unter Leitung von Hilde Amrein
  4. Stammtisch mit Siegfried Koch

2009

Gründung der Heimbachhilfe


Die Dürener Zeitung würdigte die Eröffnung der Heimbachhilfe. Unser Bild zeigt die Leiterin der Heimbachhilfe, Hilde Kleinschmidt (hinten links) und ihre Mitstreiterinnen Karin Breuer (vorne links) und Gisela Lüth (vorne rechts). 

2009 war ein besonderes Jahr für die „Jungen Alten“, denn damals wurde die „Heimbachhilfe“ gegründet. Auf Initiative von Margret Bidaoui und Hilde Kleinschmidt wurde die Einrichtung in den Verein „Die jungen Alten Heimbach e.V.“ eingegliedert. Der Hintergrund: Die Hilfe für Menschen in sozialen oder finanziellen Nöten sollte möglichst „neutral“ geleistet werden, also nicht unter dem Dach der Stadt oder der Kirchen. Da bot sich der Verein an.
Die Stadt Heimbach stellte das Häuschen an der Hengebachstraße 8 zur Verfügung. Renoviert wurde mit Hilfe von Spendengeldern, mit unentgeltlicher Handwerkerarbeit und mit der Tatkraft der Mitglieder.
Am 5. März wurde die Kleiderstube bei einem „Tag der offenen Tür“ vorgestellt. Zahlreiche Vertreter von Stadt und Gesellschaft kamen und begutachteten die neue Einrichtung.
Seit der Gründung leitet Hilde Kleinschmidt die Heimbachhilfe. Sie wird unterstützt von Karin Breuer und Gisela Lüth sowie 15 weiteren Vereinsmitgliedern, die sich verpflichten, die Kleiderstube jeden Donnerstag von 14.30 bis 17.30 zu öffnen.
Bis heute findet die Einrichtung regen Anklang. Hier können äußerst preiswert Kleider, Gegenstände für den täglichen Gebrauch und Kindersachen sowie Spielzeug gekauft werden. Auch bleibt immer Zeit für ein anregendes Gespräch.
Im Übrigen sorgt die Heimbachhilfe dafür, dass überall dort Hilfe ankommt, wo sie benötigt wird. Mit ihrer Weihnachtsaktion verteilt die Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt der Stadt Lebensmittelgutscheine an bedürftige Heimbacher.

Im Juli 2009 macht eine neue Veranstaltung von sich reden:

Das Picknickkonzert im Kurpark Heimbach mit dem Salonorchester „Achso!“ Es findet seitdem alle zwei Jahre statt und bietet eine romantische Szenerie an den Ufern der Rur. Die Attraktivität der Veranstaltung hat sich längst herum gesprochen. Deshalb lockt sie Besucher von nah und fern an. Bis zu 300 Teilnehmer wurden schon gezählt.


Ausführlich berichtete die „Dürener Zeitung“ über das Picknickkonzert.

In den Jahren, in denen kein Picknickkonzert stattfindet, lädt der Verein zum Sommerfest ein. In den ersten Jahren sorgte Frank Ledig am Akkordeon auf einem Grillplatz am Stausee für Stimmung.

Im Herbst 2009 übernahm Marlene Segschneider das Amt der Kassiererin.

2010
Den Jungen Alten wird eine besondere Ehrung zuteil: Landrat Wolfgang Spelthahn überreicht ihnen bei einer Feierstunde in der Düren-Arena den „Ehrenpreis für soziales Engagement“.


Bericht über die Ehrenpreisverleihung in der „Dürener Zeitung“. 

In den Folgejahren kommen neue Gruppen hinzu:

  1. Die Gartengruppe mit Guido Geulen
  2. Die Motorradgruppe mit Reiner Wergen
  3. Die Bastelgruppe mit Erika Schramm
  4. Die Fotogruppe mit Laurenz Bresgen
  5. Die Töpfergruppe mit Marion Winkel-Wergen

Die meisten Abteilungen sind seit Anbeginn aktiv. Die Theatergruppe und die Fotogruppe haben sich von den „Jungen Alten“ abgelöst und führen eigenverantwortlich ihre Arbeit weiter. Der Verein freut sich, ihnen auf ihrem Weg geholfen zu haben.
Dhyani Gisela Seeler hat Heimbach verlassen und kann nicht mehr mitarbeiten. Siegfried Koch ist verstorben, seine Stammtischfreunde aber treffen sich weiterhin.

April 2014

Margret Bidaoui, Ulrike Schwieren-Höger und Marlene Segschneider treten auf der Jahreshauptversammlung von ihren Vorstandsposten zurück, um Nachfolgern Raum zu geben und das Amt der Vorsitzenden zu verjüngen. Ziel ist es, den Verein auch für jüngere Menschen attraktiv zu machen, um „gemeinsam gut älter zu werden“.

Der neue Vorstand:
Vorsitzende:               Hilde Amrein
Stellvertreter              Robert Feicke (rechts)
Kassierer                     Wolfgang Virnich

2015
Unter den Vorzeichen der Flüchtlingskrise richtete die „Heimbachhilfe“ an der Hengebachstraße für einige Monate eine weitere Kleiderstube ein, um Menschen, die in Heimbach Zuflucht suchen, rasch mit Kleidung versorgen zu können.

2016
Der Vorstand der „Jungen Alten“ mit der Vorsitzenden Hilde Amrein, Kassierer Wolfgang Virnich und der ersten Vorsitzenden des Vereins, Margret Bidaoui  wurde am 18. August 2016 im Radio des Ersten Dürener Rundfunkvereins e.V. interviewt. Ausschnitte aus der Sendung finden Sie in unserem Beitrag „Junge Alte im Radio“:
https://j-a-heimbach.com/2017/08/11/junge-alte-im-radio/.

2017
Der Vorstand wird auf der Jahreshauptversammlung im Amt bestätigt.
Eine neue Gruppe macht von sich reden:
Die Boulespieler unter Leitung von Hannelore und Wolfgang Züll

Das Gründungsmitglied Gisela Mertins hat den Vorsitz der Malgruppe niedergelegt. An ihre Stelle tritt Ernst Bernhauser.
Auch Marion Winkel-Wergen arbeitet nicht mehr für die Töpfergruppe. Sie hat sich anderen Aufgaben zugewendet.
Marita Jaeger organisiert zur Zeit keine Ausstellungsfahrten. Auch sie hat andere Arbeiten übernommen.
Mit dem Besuch des „Hortus dialogus“ in Nideggen-Abenden hat auch Guido Geulen seine Arbeit für die „Jungen Alten“ beendet.
Der Verein dankt den ausgeschiedenen Beiratsmitgliedern für ihr langjähriges Engagement. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dem Verein zum Erfolg zu verhelfen.

„Die jungen Alten Heimbach e.V.“ zählen mittlerweile mehr als 200 Mitglieder.                           ush