Auf goldenen Bienen komm ich gesummt

„Mit duftenden Veilchen komm ich gezogen. Auf holzbraunen Käfern komm ich gebrummt. Mit singenden Schwalben komm ich geflogen. Auf goldenen Bienen komm ich gesummt. Jedermann fragt sich, wie das geschah: Auf einmal bin ich da!“ So poetisch hat Mascha Kaleko den Frühling besungen. Und um diese schöne Jahreszeit drehte sich alles bei einem besonderen Abend der Meditations- und Achtsamkeitsgruppe von Caroline Lauscher. (Foto unten)

Sie las Frühlings-Texte vor von Reiner-Maria Rilke, Else Lasker-Schüler, Ricarda Huch, Rose Ausländer und anderen. Sogar KI, die Künstliche Intelligenz, hatte sie befragt. Und das System lieferte zuverlässig ein paar Zeilen: „Die Sonne küsst die Erde sacht, ein Aufbruch in die neue Zeit. Die Ruhe weicht, die Freude lacht. Der Frühling bringt uns Heiterkeit.“

Dazu spielte das Quartett „Consortium Piae“ mit Silke Delhaes, Edith Wirthmann, Susanne Roegele und Ulrike Schwieren-Höger (Foto oben von rechts nach links) mittelalterliche Weisen auf diversen Blockflöten. „Wie schön blüht uns der Maien“ war ebenso darunter wie „Lieblich ist der Maien“ und „Wacht auf, ihr schönen Vögelein“. Zwei Gitarren verbanden sich mit der Altflöte zu Tilman Susatos (1510-1570) „Schäfertanz“.

Nachdenklich und heiter war die Stimmung, zwischen den Vorträgen gab es Raum für Stille. Eine ungewöhnliche Stunde in der EvA.

Zum Schluss spendeten die rund 20 Zuschauer herzlichen Applaus und freuten sich über eine Zugabe: Das „Consortium Piae“ spielte den Springtanz von Michael Praetorius (1571-1621), wie Edith Wirthmann versicherte, „das Lieblingsstück des Quartetts“.            

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