Zwitschern Vögel in der EvA?

Es klingt, als flögen Vögelchen im Raum – hoch oben an der Decke des Begegnungszentrums EvA. Leises Zwitschern, Trällern, Geckern. Der Frühling zieht ein. „Dieser Raum ist ideal geeignet, um Obertöne erklingen zu lassen“, sagt Washkar Schneider und lächelt.

Mehr als eine Stunde lang haben seine Zuhörer mit geschlossenen Augen im Saal gesessen oder auf Matten gelegen, um in der Dunkelheit den Tönen zu lauschen, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Eine Flöte zog mit Washkar durch den Raum, mal nah, mal fern zu hören. Das Didgeridoo schallte urzeitlich, das Handpan beruhigte mit sanften harmonischen Tönen, das Monochord „streichelte“ die Sinne und der riesige Gong brachte den Saal fast zum Beben mit seiner Tongewalt.

Das Klangbad des Musiktherapeuten Washkar Schneider war ein Wechselspiel der Töne und der Gefühle, die in den Zuhörern geweckt wurden, denn die Konzentration auf den Klang ist auch eine Innenreise, die Ruhe, Sanftmut, aber auch Ungeduld und Missmut bloßlegen kann, die tief in die Seele greift und einlädt, innezuhalten in hektischer Zeit. Wer sich darauf einlässt, „schwebt“ zwischen Wachsein und Schlaf.

Im Rahmen ihrer Meditationsangebote hatte Caroline Lauscher zu dem Abend eingeladen, und rund 30 Besucher genossen die ungewöhnliche Zeit im schönen Raum der EvA, der mit drei eindrucksvollen Gemäldefahnen von Caroline Lauscher geschmückt war, die die Erzengel verkörpern: Denn Caroline ist vor allem Künstlerin.                   ush

Nach dem Klangbad ließen sich einige Teilnehmer die Instrumente erklären. An den Fenstern im Hintergrund sind drei Bilder der Erzengel von Caroline Lauscher zu sehen.

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