Achtung, die Elfen kommen

In wenigen Wochen wird der Dschungelpfad wieder zum Elfenweg. Die Vorbereitungen haben begonnen, und erstmals sind auch die „Jungen Alten“ dabei. Sie integrieren die Idee in die Vereinsaufgaben als förderungswürdiges Projekt, das ab sofort Spendenquittungen möglich macht.

Wer in diesen Frühlingstagen am Dschungelpfad spazieren geht, sollte die Ohren spitzen: Hier und da raschelt es im Gestrüpp, ein leises Zirpen ist zu hören, hinter einem Baumstamm klackert es und Blätter rascheln.

Wer all das nicht hört, sollte die Heimbacher Kinder befragen. Sie haben schon lange entdeckt, dass am Stausee Geheimnisvolles passiert, und sie haben dafür einen Namen: Elfen. Die Elfen kommen aus ihren Winterhöhlen, um im warmen Sonnenlicht zu baden.

Sie sind winzig klein und überaus scheu. Nur wer Geduld hat, kann sie sehen und mit ihnen sprechen, aber sie können mit einem schönen Zuhause begrüßt werden. Und das ist für zwölf Mädchen und Jungen zwischen sechs und zwölf Jahren ein ganz besonderes Vergnügen. Sie trafen sich bei Hilde Amrein und bastelten Häuser, Schlösser, Brunnen, Gärten, Tore und Teiche, damit die Elfen den Sommer in Heimbach genießen können.

Mit Hilfe der Kinder wird der Dschungelpfad in wenigen Wochen wieder zum Elfenweg, so wie er auf dem oberen Foto zu sehen ist. Und damit das klappt, haben die Initiatorinnen des Projekts, Hilde Amrein, Claudia Lüth und Marion Winkel-Wergen, mit den Kindern alle Hände voll zu tun. Florian bastelt für die Elfen einen kleinen Herd samt Kochtöpfen, Pina bestückt ein Stück Holz mit Häuschen, Lena entwirft einen Froschteich und sucht einen Platz für den Igel, der gerne mit den Elfen zusammenwohnen möchte. In der Werkstatt hilft Manfred Amrein den Jungs, Brunnen zu basteln. Dafür werden Holzstückchen verleimt, und zu guter Letzt baumelt ein Fingerhut als Eimer über dem runden Wasserspender.

Schon zum fünften Mal wird in Heimbach zum Elfenspaziergang eingeladen. „Wir haben die Idee erstmals realisiert, als die Ferienfreizeiten ausgefallen sind“, erzählt Hilde Amrein. Das Projekt hat mittlerweile viel Resonanz gefunden, Presse, Fernsehen und Rundfunk haben schon über den Heimbacher Elfenweg berichtet. Viele Familien kommen von weither, um die Elfenhäuschen zu bewundern, denn beim Spaziergang am Stausee ist es eine Riesenfreude, hinter Büschen und Bäumen ein schönes Elfenheim zu entdecken. Allein im letzten Jahr füllten die Spaziergänger neun Gästebücher mit Dank und guten Wünschen.Und die Mitinitiatorin des Projekts, Marion Winkel-Wergen, hat sich so sehr in die Elfen verliebt, dass sie die zarten Wesen in ihrem Atelier häkelt.

In diesem Jahr haben sich auch die „Jungen Alten“ erstmals für die Idee begeistern lassen. Der Verein integriert und fördert ab sofort den Elfenweg als Projekt und garantiert, dass etwaige Gönner mit einer Spendenquittung bedacht werden können. Schließlich wird für das Bastelmaterial Geld benötigt. Eine tolle Idee für Heimbach. ush

Die Vorsitzende der „Jungen Alten“, Hilde Amrein, hat nun auch den Elfenweg unter die Fittiche des Vereins genommen. Zusammen mit Leonie verwandelt sie dicke Äste in Elfenhäuser.

Claudia Lüth ist eine Frau der ersten Stunde am Elfenweg. Hier sucht sie mit Lena (vorne) und Ella Dekoration für die Häuschen aus.

Marion Winkel-Wergen (rechts) hat sich auch als Künstlerein den Elfen verschrieben. Hier arbeitet sie mit Regina Müller an der Dekoration der Elfenhäuschen.

Manfred Amrein bastelt mit den Jungs schöne Brunnen.

Pina hat ein Stück Holz mitgebracht, auf das sie Häuschen für die Elfen setzt.

Malen für die lieben Elfen: Malin, Pina und Hanna (von links nach rechts).

Welche Blume gefällt den Elfen wohl am besten?

So hübsch sah es im vorigen Jahr am Elfenweg aus. Fotos: Ulrike Schwieren-Höger