Wie schön ist es in Monets Garten

Die Malgruppe der Jungen Alten unter Leitung von Ernst Bernhauser fuhr nach Köln-Ehrenfeld zu einer Monetausstellung  der besonderen Art. Die interaktive Schau erweckt die Werke des impressionistischen Malers zum Leben, denn digitale Installationen und Projektionen ermöglichen besonders eindrucksvolle und vielfältige Erlebnisse. Die Besucher können tief in das Leben Monets, seiner Liebe zur Natur, besonders zu seinem Garten in Giverny eintauchen.

Nach dem Kunsterlebnis kehrte die Gruppe in ein gemütliches Traditionslokal zu einem leckeren Mittagessen ein.

Da es nicht weit entfernt die große neue Moschee gibt, wurde noch eine Besichtigung angeboten. Müde und voller schöner Eindrücke traten alle am Nachmittag den Heimweg an.

Unsere Fotos zeigen die Stationen des Ausflugs.

Ein Dank an Hedwig Meixner für Text und Fotos.

Nur wer gut beobachtet, kann auch gut malen

Zu Besuch bei der Malergruppe der „Jungen Alten“ unter Leitung von Ernst Bernhauser

Es ist still im Malersaal der Kunstakademie. Zehn Frauen sitzen an Holztischen und schauen konzentriert auf ihre Malblätter. Eine Landschaftsszene aus dem Wildpark Schmidt steht auf dem Programm, denn diese Einrichtung war der Gruppe der „Jungen Alten“ unter Leitung von Ernst Bernhauser einen Besuch wert. Konzentriert haben sich die Hobby-Malerinnen dort umgesehen und fotografiert. Was sie in der Natur beeindruckt hat, wird nun umgesetzt. Bäume entstehen, Holzschuppen, Zäune, Tiere, in bunter Vielfalt.

Die einen arbeiten mit Kreide, andere mit Aquarell-, Öl oder Acrylfarben. Auch auf Buntstifte, Mischtechnik und Alkohol-Ink wird gesetzt, Collagen und Porträtzeichnungen werden erarbeitet und selbst das wilde Pouring, das den Farbverlauf dem Zufall überlässt, wird ausprobiert. Sogar Vergoldung ist im Angebot. „Ich biete diese breiten Arbeitsmöglichkeiten, damit die Teilnehmer ihre Lieblingstechnik finden können“, sagt Ernst Bernhauser.

Er geht von Tisch zu Tisch, gibt Ratschläge und greift selbst zum Stift, um beispielsweise zu zeigen, dass sich Kreidestriche verwischen lassen und dann beinahe einen Ölfarbeneffekt hinterlassen.

Jeder kann malen, was er will, und wird doch betreut von Ernst Bernhauser. „Unsere Treffen sollen Spaß machen“, sagt er. „Manchmal gehen wir in die Natur, um uns Anregungen zu holen. Wir lernen, Bäume, Gräser und Sträucher genau zu beobachten, denn nur wer genau schauen kann, kann auch gut malen.“ Seine Worte finden Anklang, genau werden seine Anweisungen registriert.

Ernst Bernhauser hat als Maler- und Tapezierer gearbeitet, bevor er sich zum Fachkrankenpfleger ausbilden ließ. Noch während seiner Berufszeit belegte er einen Lehrgang bei der Malzubehörfirma Schmincke. Seine Malerkarriere begann, und er merkte, dass seine Landschaftsbilder Anklang und Käufer fanden.

Diese Begeisterung möchte er jetzt auf seine Schüler übertragen. Sorgsam begleitet er ihre Arbeit und lässt dabei viel individuellen Freiraum, denn jeder soll seine ureigene künstlerische Anlage entdecken.

„Bevor ich hierherkam, habe ich vor allem Porträts gemalt“, sagt zum Beispiel Doris Kerp. „Nun wage ich mich auch an andere Motive.“ Man sieht es ihr und den anderen Teilnehmerinnen an. Sie sind konzentriert und voller Freude, fast meditativ bei der Sache und wagen sich auch an Experimente.

„Die Kreativität steht bei uns im Vordergrund“, sagt Ernst Bernhauser.“ Das wollen wir fördern, auch mit Malabenteuern. Wir besuchen Museen und laden Gastmaler ein, die uns ihre Arbeit erläutern.“ Er schmunzelt: Die Vielzahl an Teilnehmerinnen seiner Malgruppe, die manchmal bis zu 16 Maler umfasst, gibt ihm Recht.       

Die Bilder von Ulrike Schwieren-Höger zeigen Impressionen von der Arbeit der Malgruppe.           ush

Malgruppe in der Kunstakademie

Nachdem das WIZE seine Tore auch für die „Jungen Alten“ geschlossen hat, sind die Teilnehmer der Malgruppe von Ernst Bernhauser umgezogen. Gearbeitet wird jetzt im Atelier der Kunstakademie. Unser Foto zeigt das erste Treffen in neuen Räumen.                                                                       ush/Foto: Hilde Amrein