Ich hab die Liebe gesehen

Erinnert ihr euch noch an Schlager der 70er Jahre? Aber klar, erinnert ihr euch: Vicky Leandros versicherte damals „Ich hab die Liebe gesehen“, Bata Ilic träumte von „Michaela“ und Roberto Blanco schmetterte „Ein bisschen Spaß muss sein“. Songs, die man nicht vergisst und die bei der Schlagerparty der „Jungen Alten“ in der EvA erklangen.

Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Walter Schöller, und Kassierer Dieter Bodes (Foto oben) spielten einen Abend lang Discjockeys und präsentierten Hits und Ohrwürmer, die sich das rund 50-köpfige Publikum aus einer Liste mit 165 Titeln aussuchen durfte. Dazu liefen auf drei Monitoren die passenden Musik-Videos. Da wurden bei manch einem Erinnerungen wach, zumal auch der Raum dem Thema entsprechend dekoriert war.

Es wurde gesungen und getanzt, gekühlte Getränke und Knabbereien standen bereit und einige hatten auch nach drei Stunden noch ihren Spaß.

Ja, ja, die 70er. „Schön, schön war die Zeit“. Wer weiß denn noch, wann dieser Song ein Hit wurde? ush

Dieter und Marlies Bodes sowie Walter und Marja Schöller (von links) hatten sich im gefühlten Stil der 70er verkleidet.

Ein Tänzchen in Ehren…

Erinnerungen an Jugendzeiten wurden wach.

Die musikalische Seele des Vereins

Frank Ledig ist ein Mann der ersten Stunde bei den „Jungen Alten“

Als Frank Ledig 2006 hörte, dass in Heimbach „Die jungen Alten“ gegründet wurden, war er sofort zur Stelle. Das Akkordeon im Gepäck, empfahl er sich als Vereinsmusiker, und das ist er bis heute mit Leib und Seele. Zunächst folgte er der Idee der Vorsitzenden Margret Bidaoui, ein Tanzkränzchen zu gründen, doch das wurde nichts: Die zahlreichen Damen fanden keine Tänzer, weil die wenigen Herren lieber an der Theke ein Bierchen tranken.

Dann lud Frank zum Singen ein, lange bevor „Mitsingkonzerte“ berühmt wurden. Und damit hat er bis heute Erfolg. Rund 20 Mitstreiter zählt er einmal im Monat in der EvA, und es gibt klare Regeln: Wer will, stellt Wasser, Plätzchen oder eine Flasche Wein auf den Tisch, und dann darf sich jeder ein Lied zum Mitsingen aussuchen.

Schöne alte Volkslieder sind darunter: Es geht „Zum Kronenwirt“ und „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“. Als Kanon „tönen die Lieder“. „Heißa Katreinerle“ ist ebenso dabei wie „Ännchen von Tharau“ oder „ein Kerl wie Samt und Seide“. Und manchmal erklingt auch „Fahr doch einfach in die Eifel“, ein Sorg-Dich-nicht-Song, den Franks Frau Dagmar getextet hat.

Auch bei Sommerfesten des Vereins ist Frank zur Stelle. Unvergessen sein Einsatz am Grillplatz Waschbendchen. Er besorgte nicht nur das Holz fürs Lagerfeuer und kühlte das Bier im Stausee, sondern übernachtete auch am Seeufer, damit niemand auf die Idee kommen konnte, sich an den guten Sachen zu vergreifen, die nun einmal für eine zünftige Party gebraucht werden. Unvergessen auch die Karnevalsfeste, die er mit Mohamed Bidaoui am Bass bestritten hat, und bei denen oft das Heimbacher Kinderprinzenpaar Einzug hielt.

Wo Frank ist, herrscht Stimmung. Das hat sich bis heute nicht geändert. Er spielt alles vom Blatt, gerne auch ganz ohne Noten, gibt zwischendurch ein paar Schlager zum Besten und lässt jedes Geburtstagskind hochleben. „Wir haben hier in der EvA einen idealen Platz gefunden“, sagt er. „Ich bin sehr dankbar, dass wir hier singen dürfen.“

Wenn nach zwei Stunden auch der letzte Liederwunsch erfüllt ist, erklingt ein Song, der zum Aufbruch mahnt: „By,, by my love, es war schön“.

Ja, es war und es ist schön mit Frank Ledig, der musikalischen Seele des Vereins.        ush   

                                           

Frank Ledig und sein Akkordeon: So kennen ihn die Mitglieder der „Jungen Alten“.