Zu einem besonderen Nachmittag hatte Frank Ledig eingeladen. Der Leiter der Gesangsgruppe der „Jungen Alten“ spielte diesmal mit munterer musikalischer Verstärkung: Willi Anderhalden stand ihm mit Gitarre und Mundharmonika zur Seite, und Claudia Schütt zeigte zum ersten Mal ihr Können am Akkordeon. Mit von der Partie war auch Dr. Mohamed Bidaoui am Bass. Damit war das Quartett vollständig (Foto oben).
Zu zünftigen Volksliedern und Oldies wurde gesungen und geschunkelt, ein Fläschchen Wein machte die Runde, denn auch ein Geburtstagskind war diesmal unter den 17 sangesfreudigen Mitgliedern.
Willi Anderhalden bereicherte den Nachmittag mit einigen Solostücken, die viel Beifall fanden. Zum Schluss war die Meinung einhellig: Diese Band sollte öfter bei den „Jungen Alten“ spielen.
Wer Lust hat, in Franks Gesangsgruppe zu kommen, ist herzlich eingeladen. Nähere Informationen bei Frank Ledig, Telefon: 02446-3982. ush
Willi Anderhalden spielte Mundharmonika und Gitarre.
So kennen ihn die "Jungen Alten": Frank Ledig am Akkordeon.
Einen Nachmittag lang wurde in der EvA gesungen und geschunkelt. Fotos: Walter Schöller
Frank Ledig ist ein Mann der ersten Stunde bei den „Jungen Alten“
Als Frank Ledig 2006 hörte, dass in Heimbach „Die jungen Alten“ gegründet wurden, war er sofort zur Stelle. Das Akkordeon im Gepäck, empfahl er sich als Vereinsmusiker, und das ist er bis heute mit Leib und Seele. Zunächst folgte er der Idee der Vorsitzenden Margret Bidaoui, ein Tanzkränzchen zu gründen, doch das wurde nichts: Die zahlreichen Damen fanden keine Tänzer, weil die wenigen Herren lieber an der Theke ein Bierchen tranken.
Dann lud Frank zum Singen ein, lange bevor „Mitsingkonzerte“ berühmt wurden. Und damit hat er bis heute Erfolg. Rund 20 Mitstreiter zählt er einmal im Monat in der EvA, und es gibt klare Regeln: Wer will, stellt Wasser, Plätzchen oder eine Flasche Wein auf den Tisch, und dann darf sich jeder ein Lied zum Mitsingen aussuchen.
Schöne alte Volkslieder sind darunter: Es geht „Zum Kronenwirt“ und „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“. Als Kanon „tönen die Lieder“. „Heißa Katreinerle“ ist ebenso dabei wie „Ännchen von Tharau“ oder „ein Kerl wie Samt und Seide“. Und manchmal erklingt auch „Fahr doch einfach in die Eifel“, ein Sorg-Dich-nicht-Song, den Franks Frau Dagmar getextet hat.
Auch bei Sommerfesten des Vereins ist Frank zur Stelle. Unvergessen sein Einsatz am Grillplatz Waschbendchen. Er besorgte nicht nur das Holz fürs Lagerfeuer und kühlte das Bier im Stausee, sondern übernachtete auch am Seeufer, damit niemand auf die Idee kommen konnte, sich an den guten Sachen zu vergreifen, die nun einmal für eine zünftige Party gebraucht werden. Unvergessen auch die Karnevalsfeste, die er mit Mohamed Bidaoui am Bass bestritten hat, und bei denen oft das Heimbacher Kinderprinzenpaar Einzug hielt.
Wo Frank ist, herrscht Stimmung. Das hat sich bis heute nicht geändert. Er spielt alles vom Blatt, gerne auch ganz ohne Noten, gibt zwischendurch ein paar Schlager zum Besten und lässt jedes Geburtstagskind hochleben. „Wir haben hier in der EvA einen idealen Platz gefunden“, sagt er. „Ich bin sehr dankbar, dass wir hier singen dürfen.“
Wenn nach zwei Stunden auch der letzte Liederwunsch erfüllt ist, erklingt ein Song, der zum Aufbruch mahnt: „By,, by my love, es war schön“.
Ja, es war und es ist schön mit Frank Ledig, der musikalischen Seele des Vereins. ush
Frank Ledig und sein Akkordeon: So kennen ihn die Mitglieder der „Jungen Alten“.