Die Fahrradgruppe war unterwegs. Treffpunkt der 17 Teilnehmer war diesmal das alte Amt in Hergarten. Von dort ging es mit Autos in der Kolonne weiter bis Losheim. Hier startete die Radtour bei Sonnenschein und frischen Temeraturen über den Kyllradweg Richtung Belgien zum Bütgenbacher See.
„Das ist ein unglaublich schöner Radweg, der nur durch Wiesen und Wälder führt. Die rund 20 Kilometer lange Strecke ist nahezu perfekt“, sagt Gruppenleiter Walter Salentin. Nach gut einer Stunde Fahrzeit, unterbrochen von einer kleinen Rast, wurde das Ziel erreicht. Ein schön gelegener See, eingebettet im Tal und umgeben von Wald, Campingplätzen und Ferienhäusern.
In einem nahmen die Radler an ihren reservierten Tischen Platz. Es wurde viel erzählt über die Tour und ihre landschaftlichen Reize. Nach rund zwei Stunden Aufenthalt ging es zurück nach Losheim, wo ein Café für eine süße Stärkung sorgte.
„Es war ein sehr schöner und harmonischer Tag, den wir alle erleben durften. So dass wir uns jetzt schon auf die nächste Tour freuen“, zieht Walter Salentin Bilanz.
Rund 120 Besucher trotzten beim Picknickkonzert im Kurpark dem Regen
Diesmal grollte der Wettergott dem Picknickkonzert der „Jungen Alten“. Als das „Salonorchester Achso!“ um Punkt 18 Uhr das Fest eröffnete, setzte leichter Nieselregen ein. Feucht blieb es auch in den nächsten Stunden. Und gegen 21 Uhr regnete es sogar in Strömen.
Doch, o Wunder: Die meisten der rund 120 Besucher blieben auf ihren Stühlchen sitzen und genossen ihr Picknick mit Musik unter Zeltdächern. Mithilfe des Jugendreferenten der Stadt Heimbach, Dirk Boltersdorf, konnten sechs Pavillons aufgestellt werden, Walter Schöller, stellvertretender Vorsitzender der „Jungen Alten“, und Kassierer Dieter Bodes steuerten vier weitere hinzu. Und schon wurde es für viele gemütlich unter den großen Zeltdächern bei Wein und Kerzenschein. Einige hatten sich selbst ihren „Sonnenschirm“ mitgebracht, andere saßen unter den hohen Parkbäumen an der Rur und versicherten: „Wir bekommen hier keinen Tropfen Regen ab.“
Das alles zeigt, wie wunderbar das neunköpfige Orchester „Achso!“ aus Aachen aufspielte. Unter Leitung von Friederike Pflaum und Fabian Berkner musizierten die neun Musiker voller Spielfreude und Enthusiasmus. Bekannte Konzertwalzer wie „Donauwellen“, „Geschichten aus dem Wienerwald“ oder „Mondnacht auf der Alster“ waren ebenso darunter wie Märsche, Polkas und Tangos. Das abwechslungsreiche, virtuos musizierte Programm begeisterte die Zuschauer und ließ die Unbilden des Wetters vergessen.
Zum achten Mal waren die Musiker von „Achso!“ in Heimbach, 2009 hatten sie im Kurpark ihren ersten Auftritt. Damals war die Idee des Picknickkonzerts noch völlig neu im weiten Umkreis, und die Musiker hatten sich sofort bereit erklärt, das Experiment zu wagen. „Wir freuen uns immer wieder nach Heimbach zu kommen“, sagt Orchesterchef David Havenith. „Und wir setzen alles daran, dass es klappt.“
Doch neben der wunderbaren Musik gab es noch einen weiteren Grund, der die Zuschauer auf ihren Stühlchen hielt: Zu vorgerückter Stunde „schwebte“ die „Abendröte“ ein. Die phantastische Figur mit ihren riesigen orangefarbenen Flügeln und der großen Sonne über dem Kopf verzauberte die Zuschauer zweimal mit ihren anmutigen Tänzen´. Zart flatterten ihre Gewänder, weit reichten ihre stoffumfluteten Arme, zärtlich kommunizierte sie mit den Besuchern.
Beim zweiten Auftritt kam sie deutlich größer daher. Und das hatte einen Grund: Sie stand auf Stelzen und trotzte hochaufgerichtet tanzend dem strömenden Regen mit Anmut und Grazie. Eine wunderbare Showeinlage des Zülpicher Theaters „Pantao“.
Als um 21.30 Uhr der Regen übermächtig wurde und die Rur im Nebel dampfte, spielten die Musiker von „Achso!“ ihre letzten Stücke. Langsam packten die Zuschauer Taschen und Körbe, aber einige baten trotz der Nässe um Zugaben. „Diesen Abend werden wir nicht so schnell vergessen“, sagte eine ältere Dame. „Die besonderen Umstände haben ihn einzigartig gemacht.“ ush
Die Vorsitzende der „Jungen Alten“, Hilde Amrein (links), und Ulrike Schwieren-Höger (zweite von links) eröffneten das Konzert unter Leitung von Friederike Pflaum (vorne).
Am Abend bot das Salonorchester „Achso!“ Romantik pur.
Uta vom Pantao-Theater in voller Schönheit.
Unsere Bilder oben und unten zeigen zufriedene Konzertbesucher im Park.
Caroline Lauscher ist Mitglied des Beirats der „Jungen Alten“ und bietet Meditationsabende an, die dazu einladen, nach innen zu gehen und in der Stille Kraft zu sammeln.
Vor allem aber ist sie Künstlerin und arbeitet nun schon seit Jahren an einem „Rosenprojekt“, das viele Menschen zu einer „sozialen Skulptur“ verbindet. Wer mit ihr arbeitet, häkelt Rosen, die an „verwundeten Orten“ installiert werden. „Diese Plätze tragen sozusagen Dornen, die bis heute schmerzen“, sagt Caroline Lauscher. „Mit den Rosen schaffen wir eine symbolische Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und machen den Weg frei für heilsame Energien.“
Ihre neueste Roseninstallation ist derzeit in der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang zu sehen, an einem besonders geschichtsträchtigen und „verwundeten Ort“. Vogelsang ist nicht nur eines der größten Bauwerke der NS-Zeit, sondern zeigt deutlich die Überheblichkeit und Menschenverachtung der Nazis.
Dieser düsteren Vergangenheit setzt Caroline Lauscher ihre farbenfrohe Rosenspirale entgegen. Sie ist ein Sinnbild für den Wandel und triumphiert mit diesem hoffnungsvollen Symbol über die Schatten der Geschichte.
Da in den vergangenen Jahren auch Mitglieder der „Jungen Alten“ Rosen für Caroline Lauscher gehäkelt haben, kennen viele ihre Arbeit. Sie und alle interessierten Heimbacher sind herzlich eingeladen, die Wirkung der neuesten Installation der Künstlerin zu besichtigen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Oktober in Vogelsang zu sehen.
Übrigens: In der WDR-Sendung „Lokalzeit“ vom 3. August wird im Zusammenhang mit Vogelsang über die Verfolgung der Sinti und Roma berichtet. In dem Beitrag ist auch die Rosenspirale zu sehen. ush
Farbenfrohe Rosen triumphieren über die Düsternis der Vergangenheit.
Der stellvertretende Vorsitzende der „Jungen Alten“, Walter Schöller, hatte die Idee: „Wir nutzen die EvA-Begegnungsstätte für viele Veranstaltungen und Gruppentreffen. Da sollten wir mal unsere Freude darüber zeigen, dass uns diese schönen Räume zur Verfügung stehen und ein paar Stehtische spenden, die dringend benötigt werden.“
Gesagt, getan: Zur fröhlichen Übergabe des Mobiliars trafen sich Malte Duisberg, Vorsitzender der „Stiftung Evangelisches Altenheim Gemünd“, und die Koordinatorin der EvA, Gabriele Boldender, mit Vertretern der „Jungen Alten“. Bei dieser Gelegenheit kam auch zur Sprache, wie die EvA zukünftig noch besser ausgestattet werden könnte als Begegnungsstätte für Jung und Alt in Heimbach. Pläne gibt es viele. Wie sie realisiert werden können – eventuell in Zusammenarbeit mit der Stadt – bleibt abzuwarten.
Unser Foto zeigt von links: Dieter Bodes, Kassierer der „Jungen Alten“, Malte Duisberg von der „Stiftung Evangelisches Altenheim Gemünd“, die Vorsitzende der „Jungen Alten“, Hilde Amrein, der stellvertretende Vorsitzende, Walter Schöller und Gabriele Bolender von der EvA, Heimbach.