Die Fahrradgruppe unter Leitung von Walter Salentin hatte im Juni Kerpen zum Ziel. Treffpunkt war der Parkplatz am Zülpicher See.
Die Fahrt führte zunächst über Lövenich nach Nemmenich und von dort über Lüssem nach ND-Elvenich. Bei herrlichem Wetter bewunderten die Radler die schöne Natur und die Felder in Richtung Borr. Von dort ging es weiter über Erp und Pingsheim nach Wissersheim, vorbei am Flugplatz Nörvenich. Nach etwa 30 Kilometern war das Ziel erreicht. Die Fahrt dauerte mit Trinkpausen gut zwei Stunden.
Da Walter Salentin Plätze reserviert hatte, wurde die Gruppe bei Bauer Moll mit Speisen und Getränken bestens versorgt. Nach einer ausgedehnten Mittagspause ging es zurück, vorbei an Hofläden und Johannesbeerplantagen, deren Früchte gerade von vielen fleißigen Händen gepflückt wurden.
„Als wir in die Nähe des Flughafens Nörvenich kamen, wurden wir Zeuge eines seltenen Schauspiels“, berichtet Walter Salentin. „Wir fuhren vor bis zum Außenzaun und sahen, dass in kurzer Zeit drei Tornado-Kampfflugzeuge und drei Eurofighter starteten. Das war ein Höllenlärm. Keiner von uns hatte so etwas jemals aus der Nähe gesehen.“
Nach diesen Eindrücken setzte die Gruppe die Rückfahrt fort. In Zülpich angekommen, steuerten alle noch eine Eisdiele an, um dort einen schönen Ausklang zu finden. Eine gelungene Fahr ging zuende.
Ankunft bei Bauer Moll.
Nach der anstrengenden Hinfahrt schmeckte das Mittagessen besonders gut.
Die Schauspielerin Anne Fink und der Musiker Winfried Bode wollen uns in Urlaubsstimmung versetzen. Kommt und hört: Das wird ein Sommerabend voller Lebensfreude.
„Die jungen Alten“ studierten einen Nachmittag lang in den Zülpicher Römerthermen die Badekultur der Römer.
„Bene lava – angenehmes Bad“ – so freundlich wünschten sich die alten Römer gesellige Stunden in den Zülpicher Thermen. Im 25 Grad warmen Bad ließen sie es sich wohlergehen und wandelten nackt durch die weiträumige Anlage mit ihren Heiß- und Kaltbereichen. Zwischendurch setzten sich die Herren gemeinsam nebeneinander auf den Abtritt und „machten ein Geschäft“, was manchmal auch ihren Geldbeuteln guttat, und die Herkunft des noch heute bekannten Wortspiels anschaulich erklärt.
Launig erzählte Ulla Hilltl solche Anekdoten, während sie eine Gruppe der Heimbacher „Jungen Alten“ fachkundig durch die „besterhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen“ führte. Die Gäste aus Heimbach erfuhren, dass das antike Tolbiacum (Zülpich) an einem Schnittpunkt mehrerer bedeutender Fernstraßen lag. Zülpich verband die damaligen Militärstandorte Neuss (Castra Novesia) und Bonn (Bonna) sowie die Städte Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium) und Trier (Augusta Treverorum).
Ein guter Grund für den Bau der 400 Quadratmeter großen Therme, die Einheimischen und Reisenden zur Erholung diente. Morgens war sie den Frauen vorbehalten, nachmittags und abends durften sich die Herren vergnügen.
Doch die Nachwelt erfuhr erst 1929 von derlei Wohlbehagen. Kanalbauarbeiter entdeckten die alten Steine, die in den folgenden Jahrzehnten systematisch ausgegraben wurden. Heute lädt das Museum seine Besucher zu einer Reise durch 2000 Jahre Badekultur ein. Auf einem Rundweg marschierten die „Jungen Alten“ von den Resten der römischen Baderäume zu mittelalterlichen Bädern und zu den ersten Waschbecken und Toiletten. Auch Kuriositäten wie Schaukelbadewannen oder Badeschiffe fanden Anklang.
Einhellig war das Erstaunen über die meisterhafte römische Technik. Es gab bereits eine Fußbodenheizung und ein ausgeklügeltes Wasserleitungssystem. Beinahe unglaublich, dass dieses Wissen in der Nachrömerzeit verloren ging und im Barock sogar verpönt war. In dieser Epoche galt Wasser als schädlich, deshalb bevorzugten die Damen und Herren Puder und Salben zur Körperpflege.
Der informative Ausflug endete für die „Jungen Alten“ ebenfalls am Wasser. Am Badesportsee ließen sie es sich bei bestem Wetter und einer Erfrischung gut gehen. „Salum lavisse – wünsche, gut gebadet zu haben“ konnte hier mit einem weiteren Satz ergänzt werden: Das war ein schöner Nachmittag.
Übrigens: Unser Gründungsmitglied, Ulrike Schwieren-Höger, hat ein Buch über Zülpich geschrieben. Es ist zwar in die Jahre gekommen, aber wer neugierig auf die Geschichte des Städtchens ist und seine Sehenswürdigkeiten kennenlernen möchte, findet hier Wissenswertes: Ulrike Schwieren-Höger: Zülpich – Porträt einer Römerstadt, Edition B im Biermann-Verlag, 112 Seiten, ISBN-13: 978-3980717922, 14,90 Euro. ush
Die „jungen Alten“ spazierten über alte römische Steine.
So sah die römische Thermenanlage einst aus.
Es gab schon eine Fußbodenheizung.
Die Wasserspeier waren mit Tierköpfen verziert.
Auch die kleinen Fundstücke fanden reges Interesse. Fotos: Walter Schöller
„Roadmovies“ heißen Filme, die über Straßen in die weite Welt führen. Die Schauspielerin Anne Fink und der Kölner Sänger, Gitarrist und Songschreiber Winfried Bode wollen am Samstag, 5. Juli, 19 Uhr in der EvA am Schönblickmit uns auf solch eine Reise gehen und zur Urlaubszeit Fernweh wecken. Mit Musik und Geschichten geht es von Wanne-Eickel, das schon Friedel Hensch und die Cyprys besungen haben, nach Paris, wo wir über die Champs-Elysees tanzen, bis in die Südspitze von Italien und nach Irland – von Jordanien über Las Vergas nach Berlin. Aber Ihr könnt sicher sein: Der Abend beginnt und endet in Heimbach. Der Eintritt zum Konzert mit kleinem Umtrunk ist frei. Spenden sind willkommen.
Wenn der Ginster blüht, hält es echte Wanderfreunde nicht zuhause. Und sie wissen, wo es zu dieser Jahreszeit am Schönsten ist: Auf der Dreiborner Höhe. Auch die Walker der "Jungen Alten" machten sich auf den Weg. Mit Gruppenleiterin Brigitte Gfeller marschierten sie in die Höhe: "Bei angenehmen Temperaturen spazierten wir durch diese zauberhafte Landschaft. Oft blieben wir stehen, um zu genießen, das Goldgelb des Ginsters, prächtige Wiesen oder den blauen Himmel mit Wolken. Die Teilnehmer waren begeistert", sagt Brigitte Gfeller. Zum Abschluss tauschten sie bei Kaffee und Kuchen ihre Eindrücke aus. Unsere Fotos zeigen Impressionen von dem unvergesslichen Ausflug.
Wenn in der Eifel der Ginster blüht, bleiben echte Wanderfreunde nicht zuhause. Auch die Walker der "Jungen Alten" wissen, wo es zu dieser Jahreszeit am schönsten ist: Auf der Dreiborner Höhe. Mit Gruppenleiterin Brigitte Gfeller zogen sie hinaus ins Grüne, das in diesen Tagen von vielen gelben Flecken durchsetzt ist. "Oft blieben wir stehen, um zu genießen, das Goldgelb des Ginsters, prächtige Wiesen oder den blauen Himmel mit Wolken. Alle waren begeistert", sagt Brigitte. Zum Abschluss tauschten die Teilnehmer der Wanderrunde ihre Eindrücke bei Kaffee und Kuchen aus. Und die Meinung war einstimmig: Das war wie ein schöner Urlaubstag in der Heimat.