In den Heimbacher Wäldern dürften die Mitglieder der Walkinggruppen unter Leitung von Brigitte Gfeller mittlerweile jeden Baum kennen. Zweimal die Woche wird marschiert, und meistens ist die Route rund fünf Kilometer lang.
Bei so viel Engagement ist es kein Wunder, dass ab und zu eine Rast eingelegt werden muss. Statt eine Weihnachtsfeier zu organisieren, fuhren die Gruppenmitglieder diesmal ins malerische Simonskall, wo es nach einer schweißtreibenden Wanderrunde ein leckeres Essen gab. „Zu meiner Verwunderung habe ich festgestellt, dass einige noch nie zuvor in Simonskall waren“, sagt Brigitte Gfeller. „Für sie war es wie ein Feriengenuss, das malerische Tal kennenzulernen.“
Unser Vorstandsmitglied Claudia Lüth hat viel zu tun. Fast jede Woche lädt sie die „Jungen Alten“ zur Stuhlgymnastik ein, und wer glaubt, es handele sich dabei um gemütliche Sitzübungen, der irrt. Mit Elan werden Arme und Beine geschwungen, und manchmal stöhnt am Ende eine Teilnehmerin: „Morgen habe ich bestimmt wieder Muskelkater, aber das ist egal. Es tut sehr gut, hier mitzumachen.“
Claudia Lüth hat mit so etwas keine Probleme. Sie ist fit und oft auf Achse. Seit November steht sie als Jungfrau Claudia im ersten Damendreigestirn der „KG Torrausch 79 e.V.“ auf den Bühnen in Heimbach und Umgebung. Mit Prinzessin Petra (Weber) und Bauer Ulrike (Schmitz) verbreitet sie gute Laune und die diesjährige Philosophie: Toleranz und Offenheit wollen die drei Damen vermitteln, und sie laden jeden ein mitzumachen, ganz gleich, woher er kommt.
Claudia Lüth zum Beispiel kommt aus Düsseldorf, und dort wurde ihr die Freude am Karneval schon in die Wiege gelegt. „Solange ich denken kann, habe ich mich während der tollen Tage verkleidet und Spaß gehabt“, sagt sie. „Das konnte ich auch meinem Nachwuchs vermitteln. Meine Tochter Janine war schon Kinderprinzessin, und die Kinder haben mir ein tolles Fotobuch geschenkt mit einem herzlichen Dankeschön dafür, dass ich ihnen die Liebe zum Karneval nahegebracht habe.“ Und diese Liebe zeigt sie auch als Mitglied der Tanzgruppe „Silvergirls“, die seit elf Jahren den Hasenfelder Karneval mit ihrem Elan bereichern.
Bei Claudias Sitzgymnastik wird wenig über Karneval gesprochen, aber konzentriert trainiert, allerdings manchmal auch herzhaft gelacht, wenn beispielsweise eine Übung, bei der ein Luftballon im Sitzen mit den Beinen hochgeworfen und gefangen werden soll, partout nicht klappen will.
Eine Gemeinsamkeit mit dem Karnevalsmotto gibt es auch: Bei Claudias Sitzgymnastik ist jeder willkommen, der sich freundlich in die Gruppe integriert. Und deshalb lässt sich eine Zeile des diesjährigen Sessionslieds leicht abwandeln und auf die sportlichen „Jungen Alten“ übertragen: „Mer turne nit jetrennt, sondern zosamme…“
Und weil die „Jungen Alten“ so stolz darauf sind, dass Claudia eine karnevalistische Jungfrau ist, veranstalten sie eine Party rund um das erste weibliche Dreigestirn. Am Samstag, 1. Februar, herrscht in der EvA-Begegnungsstätte ab 15 Uhr Karnevalsstimmung. Und alle Mitglieder sind eingeladen. ush
Auf unserem oberen Gruppenfoto ist Claudia Lüth in der ersten Reihe als zweite von links zu sehen.
Geschicklichkeit ist Trumpf beim Spiel mit dem Luftballon.
So fröhlich steht Claudia Lüth (rechts im Bild( derzeit in Heimbach und Umgebung auf den Bühnen.
Claudia Lüth, vorne links, mit Dreigestirn und „Silvergirls“.
Die Impressionen vom Karneval hat Walter Schöller eingefangen.
Obwohl es draußen rutschig und kalt war, ließen es sich rund 70 Mitglieder der Jungen Alten nicht nehmen, am diesjährigen Neujahrsempfang teilzunehmen. Das war eine gute Entscheidung. Sie erlebten fröhliche Stunden in geselliger Runde und wurden flott unterhalten vom Duo „SchohnZeit“, das Hits der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre spielte.
Temperamentvoll und mit sichtlicher Freude sang Susanne Behr-Lauscher „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein“ ebenso schmissig wie „Lemon Tree“ oder „Halleluhja“, rockig begleitet von Ehemann Rainer Behr an der Gitarre.
Zum Schluss ihres Vortrags ernteten die Beiden Begeisterungsstürme: Als sie den Song „Wenn am Himmel dä Stäne danze“ anstimmten, sangen alle begeistert mit, und mancher Zuschauer hatte Gänsehaut, so gefühlvoll interpretierte Susanne Behr-Lauscher das Lied der „Klüngelköpp“.
In einer Gesangspause applaudierten die Zuschauer den 22 Aktiven des Vereins, die von der Vorsitzenden Hilde Amrein für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz geehrt wurden. Und dann durften auch die knurrenden Mägen beruhigt werden: Bei „Chili con carne“, Kürbissuppe, verschiedenen Dips, Nachtisch und Kuchen wurde munter über die Erwartungen an das Neue Jahr 2025 geplaudert.
Walter Schöller berichtet mit seinen Bildern vom Neujahrsempfang. Das Foto oben zeigt „Schohnzeit“.
Wie es sich für einen Weihnachtskaffee gehört, war der Tisch in der EvA reichlich gedeckt. Die Mitglieder der Handarbeitsgruppe unter Leitung von Karin Breuer freuten sich über gut gefüllte Kuchenteller und Getränke. Kein Wunder, dass der Gesprächsstoff nicht ausgehen wollte. Unsere Fotos zeigen, wie gemütlich es sich die Runde beim Abschied vom alten Jahr gemacht hatte. Am Kopfende des Tisches im oberen Bild ist Gruppenleiterin Karin zu sehen.