Zwei auf einen Streich

Der Leiter der Malgruppe der „Jungen Alten“, Ernst Bernhauser, zeigt vom 14. bis 28. August gemeinsam mit sechs anderen Künstlern der KADE-Künstlergruppe aus der Eifel seine Pastellkreiden und Mischtechniken im Heilsteinhaus in Einruhr. Die Vernissage wird von Frank Ledig am Akkordeon und Dr. Mohamed Bidaoui am Bass musikalisch begleitet und findet am Sonntag, dem 14. August, 11 Uhr statt. Die Mitglieder der „Jungen Alten“ sind herzlich eingeladen.

Fast zeitgleich, vom 19. August bis 12. September, präsentiert sich Ernst Bernhauser im Dürener Tor von Nideggen. „Derzeit überlege ich, was der Schwerpunkt meiner dortigen Ausstellung sein wird“, sagt er. „Ich habe bisher eine Vorauswahl getroffen.“

Die Ausstellung in Nideggen wird um den holländischen Künstler „MM“ bereichert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Bildende Kunst, Musik und Videos miteinander zu verbinden. So soll eine Realität geschaffen werden, die im Alltag nicht vorstellbar ist.

Die Vernissage dieser Ausstellung findet am 19. August, 19 Uhr, mit Live-Musik von DAB statt. Auch hierzu sind „Die jungen Alten“ herzlich eingeladen.

Neue Satzung beschlossen

Bei der Jahreshauptversammlung der „Jungen Alten“ wurde einstimmig mit einer Enthaltung eine neue Satzung beschlossen. Damit wird der bisherige Vorstand mit der Vorsitzenden Hilde Amrein, ihrem Stellvertreter Walter Schöller und Kassierer Wolfgang Virnich erweitert: Dem Gremium gehört nun auch wieder die Mitbegründerin des Vereins, Ulrike Schwieren-Höger, an. Sie organisiert Sonderveranstaltungen und ist für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Veröffentlichungen im Internet zuständig. Außerdem wurde Claudia Lüth in den Vorstand berufen, die den Beirat als neues Organs des Vereins vertritt. Beide wurden von den 31 stimmberechtigten Mitgliedern mit einer Enthaltung gewählt.

Zuvor hatte Hilde Amrein über besondere Aktivitäten der vergangenen Monate berichtet und um Spenden zur Unterstützung der Arbeit der „Jungen Alten“ gebeten. Wolfgang Virnich trug den Kassenbericht vor, der von den Kassenprüfern Robert Feicke und Reinhard Virnich für korrekt befunden wurde. Zu neuen Kassenprüfern wurden Frank Ledig und erneut Reinhard Virnich gewählt.

Als besonderen Höhepunkt der nächsten Wochen nannte Hilde Amrein das bevorstehende „Picknickkonzert“. Es wird am Samstag, 13. August, im Kurpark stattfinden. Im Mittelpunkt steht das Salonorchester „Achso!“.

Unser Bild zeigt den alten Vorstand mit Hilde Amrein (rechts), die trotz ihres Handicaps zur Versammlung kam, sowie Walter Schöller (links am Tisch) und Wolfgang Virnich.

Ein Nachmittag voller Heimat

Einen „Heimatnachmittag“ kann man riechen, schmecken und hören: Bei einem duftenden Tässchen Kaffee, nostalgischen Süßigkeiten und dem überaus altmodischen „Kalten Hund“ lauschten fast 30 „Junge Alte“ in der EvA Eifeler Bräuchen und Anekdoten.

Ulrike Schwieren-Höger hatte in Eifel-Jahrbüchern gestöbert, um Heimatliches zu finden und auch Texte der Autorin Sophie Lange ausgesucht. Im Wechsel mit Hilde Amrein trug sie einen Strauß bunter Geschichten vor. Zum Erstaunen vieler kam dabei sogar Weltstar Mario Adorf zu Wort, denn er war in seiner Kindheit Eifler, weil – so berichtet er in seiner Autobiographie – seine Mutter kurz nach seiner Geburt von Zürich zurück nach Mayen ging, wo ihre Familie lebte.

Erschreckend für einige zu hören, was „De Schand“ für Bauernmädchen bedeutete. Und wie es zuging, wenn Mädchen von den Dorfburschen „ersteigert“ wurden, weckte bei einigen sogar Erinnerungen an eigene, nicht immer schöne Erlebnisse. Auch die Hausschlachtung war einen Blick zurück wert, und ganz aktuell wirkte ein Loblied auf den Kohleofen in der Küche, der gleichzeitig Herd und Backofen war und in den jetzigen merkwürdigen Zeiten vielleicht bald ein Comeback erleben wird.

Viel Temperament zeigte Walter Schöller, als er von der Schulzeit erzählte und in schönstem Heimbacher Platt ein Gedicht vortrug, das er als Junge in Schönschrift abgeschrieben hatte.

Der „Heimatnachmittag“ wurde umrahmt von Frank Ledig am Akkordeon und Mohamed Bidaoui am Bass, die unter anderem das Eifellied von Dagmar Ledig vortrugen und die Zuhörer zum Mitsingen animierten.

Und auch das ist wichtig: Wer Gefallen an dem „Heimatnachmittag“ gefunden hat und selbst etwas vortragen möchte, sollte sich melden. Wir organisieren gerne weitere Treffen, in denen die „gute alte Zeit“ in der Eifel wiederaufleben kann.                                         ush          

Gemeinsam für die Heimat: Akteure und Publikum erfreuten sich an Heimatthemen. Es durfte auch gesungen werden. Fotos: Walter Schöller

Die Mädchen wurden versteigert

Das Thema „Heimat“ beschäftigt die „Jungen Alten“ am Dienstag, dem 5. Juli, ab 15 Uhr, in der EvA am Schönblick: Hilde Amrein und Ulrike Schwieren-Höger lesen Geschichten über die „gute alte Zeit“ in der Eifel. Wie wurde ein Schwein geschlachtet, womit spielten die Kinder, wann wurden Mädchen versteigert, wie lebten die Frauen, wie ging man auf Brautschau? All das sind Themen, und Frank Ledig musiziert dazu auf dem Akkordeon. Zwischendurch servieren wir ein paar Leckereien, die auch an früher erinnern. Garantiert.

Wir bitten um Anmeldung bei Hilde Amrein, Telefon: 02446-3291 oder Ulrike Schwieren-Höger, Telefon: 02425-1888, schwieren-hoeger@t-online.de

Die Kleiderstube lädt ein

Gerade jetzt lohnt es sich, die Kleiderstube an der Hengebachstraße 8 zu besuchen, denn es sind noch viele schöne Sommersachen für Klein und Groß auf Lager, zum Beispiel:

Anzug, Größe 134, schwarz/grau mit zwei Hosen, Hemd und Krawatte
Sakko und Weste, Größe 128
Anzug mit Hose, Jacke und Weste, Größe 152, anthrazit/ schwarz
Lederschuhe für Jungs, Größe 32, 34, 36, 37

Außerdem im Angebot:
Damenfahrrad, 28 Zoll, 7-Gang-Schaltung
Größenverstellbarer Kinderschreibtischstuhl
Inliner, Größe 38 und 42
Römer-Fahrradsitz für Kinder

Die Kleiderstube der „Heimbachhilfe“ ist an jedem Donnerstag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr an der Hengebachstraße 8 geöffnet. Telefonisch ist die Vereinigung erreichbar über Inge Wergen, Telefon: 02446/ 3471, Marianne Schimang, Telefon: 02446/ 3786 und Marja Schöller, 02446/91010. 

Die Kochgruppe lässt kochen

Kochen macht Freude, aber ebenso schön ist es manchmal, sich bekochen zu lassen. Das ist die einhellige Meinung der Kochgruppe unter Leitung von Inge Wergen und Ursula Küpper. Die Mitglieder verwandelten ihren Koch- in einen Wandertag und marschierten über den Dschungelpfad zum Restaurant Ühlein am Stausee. Mit jedem Schritt wurden Appetit und Vorfreude größer. Das anschließende Essen auf der Terrasse war für alle ein Vergnügen, wie unser Foto beweist.

Der Schöpfung auf der Spur

Ja, es hat Schweiß gekostet. Aber das „Waldbaden“ auf dem „Schöpfungspfad“ mit Wanderführerin Sylvia Calimeris war ein unvergessliches Erlebnis. Gleich nach dem Start in Erkensruhr ging es steil bergan, unterbrochen von Atemübungen und Momenten der Stille. Keine normale Wanderung stand auf dem Programm, sondern die acht Teilnehmer suchten den bewussten Kontakt mit der Natur, wollten sie spüren, riechen, schmecken und bewusst sehen.

Immer wieder lud Sylvia Calimeris zu Achtsamkeit und Stille ein. Der Vogelgesang war keine Nebensache mehr, sondern eine bewusst wahrgenommene Attraktion. Die unterschiedlichen Waldabschnitte öffneten die Augen: Hier der statische, fast tot wirkende Nadelwald, dort die Lebendigkeit des wuchernden Mischwaldes. An einzelnen Stationen wurde Yogagehen als Meditation geübt, durfte im Wasser des wilden Wüstebachs geplanscht werden. Und die Schilder des „Schöpfungspfads“ mit ihren biblischen und literarischen Aufschriften luden zum Nachdenken ein.

Überwältigend dann nach einem langen Aufstieg der Blick über die Dreiborner Höhe, auf der das Eifelgold im Sonnenlicht leuchtete. Ein Weg aus der Dunkelheit ans Licht, der nicht besser beschrieben werden kann, als mit einem Zitat von Werner Kallen, das eine Tafel des Schöpfungspfads ziert: „Lass meine Füße in der Erde wurzeln und meine Arme in den Himmel wachsen“.          ush

Auf der Dreiborner Höhe lernten die Teilnehmer „Augen-Yoga“ kennen. Vorne rechts Wanderführerin Sylvia Calimeris.
Bewusstes Gehen fördert die Achtsamkeit und hilft, gegenwärtig zu sein.

Am Wüstebach dem Geheimnis des Wassers auf der Spur.
Beeindruckend: Das Wurzelwerk der ältesten Buche im Nationalpark. 200 Jahre zählt sie.
Die Dreiborner Höhe vergoldet: Der Ginster heißt hierzulande nicht umsonst „Eifelgold“.
Fotos: Brigitte Gfeller, Ulrike Schwieren-Höger

Picknickkonzert im Kurpark

Bald ist es wieder so weit: Der Termin steht fest, das Salonorchester „Achso!“ ist gebucht: Am Samstag, 13. August 2022, veranstalten die „Jungen Alten“ wieder ein Picknickkonzert im Kurpark für alle, die es romantisch lieben. Jeder, ob Jung oder Alt, kann seinen Picknickkorb schultern und es sich ab 18 Uhr auf der grünen Wiese gemütlich machen. Eine Sommernacht voller Begegnungen, Musik und Unterhaltung erwartet die Besucher von nah und fern.                          ush/Foto: Walter Schöller

Im Wald „baden“ – geht das?

Aber klar: „Die jungen Alten“ laden dazu ein am Dienstag, 31. Mai, 11-17 Uhr.

Der Wald tut uns gut. Das ist nicht nur ein Gefühl, sondern es wird von der Wissenschaft bestätigt. Bäume scheiden unsichtbare Substanzen aus, die unser Immunsystem stärken. Der Anblick der
Landschaftsbilder hellt die Stimmung auf.

Wir tauchen ein in die schöne Waldatmosphäre rund um „Schöpfungspfad“ und Wüstebach und aktivieren unter Anleitung der Wanderführerin Sylvia Calimeris unsere Sinne mit verschiedenen Entspannungs- und Körperübungen. In aller Ruhe wollen wir den Wald riechen, schmecken, fühlen und anschauen.

Wir planen einen Mix aus Wandern und Waldbaden. Die Strecke ist rund 7,5 Kilometer lang, geht teilweise steil bergan zur Leykaul hinauf, enthält aber Pausen für die Übungen. Die Teilnehmer sollten über Trittfestigkeit verfügen. „Waldbaden“ ist keine Wanderung, sondern ein bewusster Besuch im Wald, der auch Stille erfordert.

Wir bilden Fahrgemeinschaften. Treffpunkt am 31. Mai, 11 Uhr, ist der   Parkplatz an der Laag. Wir fahren mit Autos zum Wanderparkplatz Finkenauel im Ortsteil Hirschrott bei Simmerath-Erkensruhr.
Wichtig: Bringt bitte Proviant und Getränke für ein zünftiges Picknick im Grünen mit, eventuell auch ein Sitzkissen.

Anmeldung bei Ulrike Schwieren-Höger, Telefon: 02425-1888, schwieren-hoeger@t-online.de. Hier gibt es auch weitere Informationen.

Zur Entspannung ein Frühstück

Die Handarbeit ist für einige Frauen im Verein „Die jungen Alten“ das schönste Hobby. Und am liebsten arbeiten sie gemeinsam in der Gruppe von Karin Breuer (dritte von links). Die Corona-Zeit haben viele deshalb als große Leere empfunden, denn sie mussten allzu lange die Geselligkeit meiden. Kein Wunder, dass die Gruppenmitglieder nun wieder zahlreich zum Handarbeiten kommen. Und manchmal gönnen sie sich auch eine Auszeit und frühstücken bei „Kafila“. Gemeinschaft ist eben Trumpf, auch am langen Esstisch. Wie schön, dass dies wieder möglich ist.                        ush