Sangeslust in Hergarten

Ab und zu denkt sich der Leiter der Gesangsgruppe der „Jungen Alten“, Frank Ledig, etwas Besonderes aus. Diesmal war es ein Ausflug nach Hergarten. Bei blauem Himmel und viel Sonnenschein trafen sich 20 Sänger auf der Garten-Terrasse von Claudia Schütt, die ihre Sängerfreunde mit Mohn-. Apfel und Pflaumenkuchen verwöhnte.

Die Gastgeberin bereichert die Runde zudem seit Monaten mit ihrem Akkordeonspiel, und wie weit sie in den Unterrichtsstunden von Frank Ledig gekommen ist, konnte sie auch an diesem Nachmittag unter Beweis stellen. Gemeinsam mit Dr. Mohamed Bidaoui am Bass spielte das Trio auf, und die Runde sang dazu. „Einige wollten kein Ende finden“, sagt Frank. „In der Nähe von Obstbäumen, Wiesen und Pferdeweiden zu singen, ist einfach wunderbar.“  Unsere Fotos zeigen die Sänger in malerischer Umgebung.

Ein Nachmittag im Quartett

Zu einem besonderen Nachmittag hatte Frank Ledig eingeladen. Der Leiter der Gesangsgruppe der „Jungen Alten“ spielte diesmal mit munterer musikalischer Verstärkung: Willi Anderhalden stand ihm mit Gitarre und Mundharmonika zur Seite, und Claudia Schütt zeigte zum ersten Mal ihr Können am Akkordeon. Mit von der Partie war auch Dr. Mohamed Bidaoui am Bass. Damit war das Quartett vollständig (Foto oben).

Zu zünftigen Volksliedern und Oldies wurde gesungen und geschunkelt, ein Fläschchen Wein machte die Runde, denn auch ein Geburtstagskind war diesmal unter den 17 sangesfreudigen Mitgliedern.

Willi Anderhalden bereicherte den Nachmittag mit einigen Solostücken, die viel Beifall fanden. Zum Schluss war die Meinung einhellig: Diese Band sollte öfter bei den „Jungen Alten“ spielen.              

Wer Lust hat, in Franks Gesangsgruppe zu kommen, ist herzlich eingeladen. Nähere Informationen bei Frank Ledig, Telefon: 02446-3982.                ush

Willi Anderhalden spielte Mundharmonika und Gitarre. 
So kennen ihn die "Jungen Alten": Frank Ledig am Akkordeon. 

Einen Nachmittag lang wurde in der EvA gesungen und geschunkelt.
Fotos: Walter Schöller

Die Mädchen wurden versteigert

Das Thema „Heimat“ beschäftigt die „Jungen Alten“ am Dienstag, dem 5. Juli, ab 15 Uhr, in der EvA am Schönblick: Hilde Amrein und Ulrike Schwieren-Höger lesen Geschichten über die „gute alte Zeit“ in der Eifel. Wie wurde ein Schwein geschlachtet, womit spielten die Kinder, wann wurden Mädchen versteigert, wie lebten die Frauen, wie ging man auf Brautschau? All das sind Themen, und Frank Ledig musiziert dazu auf dem Akkordeon. Zwischendurch servieren wir ein paar Leckereien, die auch an früher erinnern. Garantiert.

Wir bitten um Anmeldung bei Hilde Amrein, Telefon: 02446-3291 oder Ulrike Schwieren-Höger, Telefon: 02425-1888, schwieren-hoeger@t-online.de

Singe, wem Gesang gegeben

Auch mit 80 lädt Frank Ledig die „Jungen Alten“ zum Singen ein – und das hält fit

„Nun will der Lenz uns grüßen“ tönt es vielstimmig durch die Räume der evangelischen Kirche. 20 „junge Alte“ sitzen im Kreis, ein Schlückchen Wein oder Wasser vor sich und lassen sich zum Singen verführen – von Frank Ledig. Das Akkordeon fest im Griff stimmt er Lieder an, die sich reihum jeder aussuchen darf. Volksweisen sind es meistens, aber manchmal erklingt auch ein Schlager oder ein Evergreen. Fröhlich ist die Stimmung und überaus gesellig. Auch ein Witzchen darf zwischendurch nicht fehlen.

Seit Gründung des Vereins im Jahr 2006 führt Frank Ledig die Gesangsgruppe, und trägt damit ganz erheblich zum Wohlbefinden der Teilnehmer bei, denn wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass die Musik Körper und Psyche stärkt, aber auch ablenkt von Sorgen und Nöten. Singen und Musizieren fördert Gedächtnisleistung, Entspannung und Konzentration. Hirnstrukturen werden stimuliert und Gefühle ausgelöst. Das aktiviert die Durchblutung.

Wunderbar, dass sich solche positiven Wirkungen ganz von alleine einstellen und niemand darüber nachdenken muss. „Dabei wird dem Gehirn eine besondere Leistung abverlangt“, sagt Frank Ledig. „Man muss sich auf den Text, die Noten und den Rhythmus konzentrieren und man muss sich den anderen Sängern anpassen. Wenn im Kanon gesungen wird, ist noch mehr Konzentration erforderlich. Außerdem fördert der Gesang die Geselligkeit, regt die Erinnerung an und wirkt der Demenz entgegen. Durch das Singen denkt mancher wieder an die Jugend. Und wer vor Publikum singt und Beifall bekommt, erhält ein besonderes Lob. Das tut allen gut.“

Frank Ledig ist ein Vollblutmusiker, der sich ein Leben ohne Musik gar nicht vorstellen kann. Seit seiner frühesten Kindheit singt er, nahm Musikunterricht, war im Schulchor und verschönerte als Musiker manche Veranstaltung. In den 70er Jahren leitete er in Heimbach einen Chor, der gemeinsam mit der Eifelperle aufgetreten ist.

Wer ihn sieht, wie er aus dem Stegreif eine Gesellschaft unterhält und auch ohne Noten manch fröhliches Liedchen anstimmt, erkennt, hier ist jemand mit Herz und Seele bei der Sache. Und so etwas hält offensichtlich jung: „Der ist überhaupt nicht älter geworden“, ist die einhellige Meinung seiner Freunde. Ein größeres Geschenk kann es zum 80. Geburtstag kaum geben.                                                                               ush