Musik für die Seele

Das Konzert „Urlicht“ mit der Mezzosopranistin Martina Garth und Kantor Peter Mellentin berührte die Herzen der Zuhörer

Am Volkstrauertag verwandelte sich die Salvator-Kirche in einen festlichen Konzertsaal. Der Antwerpener Schnitzaltar mit dem Gnadenbild der schmerzhaften Mutter war angestrahlt, an den Bruchsteinmauern brannten weiße Stabkerzen, der weite Raum lag im Dunkel, aber die Orgelempore spendete Licht und bildete die Bühne für die Mezzosopranistin Martina Garth und Kantor Peter Mellentin.

Anrührend war ihre Musikauswahl für „Urlicht“: Schon die Orgeleröffnung mit „Festive Trumpet Tune“ von David German versprach Musik für die Seele. Und dies ist keine Floskel, wie das weitere Programm zeigte: Martina Garth meisterte die berühmteste Arie der Klassik „Lascia chío pianga“ von Georg Friedrich Händel mit Stimmgewalt und erfüllte auch das „Ave Maria“ von César Franck mit tiefer Ausdruckskraft. „Engelsgesang“ war der Mezzosopranistin von einer Düsseldorfer Zeitung bescheinigt worden, zu Recht, wie ihr Vortrag in Heimbach bewies.

Die Musikauswahl war – dem Volkstrauertag entsprechend – meditativ und getragen. So glich der Orgelvortrag „Ellyllon“ von Hans-André Stamm einem zarten Flötenspiel, und das Prélude von César Franck zeigte virtuose Strahlkraft. Doch Peter Mellentin suchte auch den Kontrast: Mit dem 1. Satz aus der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven ersetzte sein Orgelspiel ein ganzes Orchester und erfüllte tongewaltig den weiten Kirchensaal. Beeindruckend.

Der Vortrag der berühmten Beethoven-Komposition hatte einen Grund: „Urlicht“ stand schon zwei Mal auf dem Veranstaltungsprogramm der „Jungen Alten“, musste aber wegen der Pandemie immer wieder verschoben werden. Und da 2021 Beethoven-Jahr war, sollte im vergangenen Jahr eigentlich ein Großteil des Programms mit Beethoven-Kompositionen bereichert werden.

Das Titel gebende „Urlicht“ von Gustav Mahler stand am Ende des Konzerts. Und mit diesem Lied zeigte Martina Garth noch einmal den Nuancenreichtum ihrer Stimme. Innig sang sie zu einer feierlichen Melodieführung den anrührenden Text: „Der liebe Gott will mir ein Lichtchen geben, wird leuchten mir bis in das ewig selig Leben.“

Zum Schluss wünschte sie sich, gemeinsam mit den rund 70 Zuhörern zu singen: Vielstimmig  erfüllte das „Bleib bei uns, Herr“ den festlich illuminierten Raum. Ein stimmungsvolles Konzert ging zu Ende mit einem dankbaren Applaus für die beiden Künstler.      

Kantor Peter Mellentin hat seine Gage an die „Weihnachtsaktion“ der „Heimbachhilfe“ gespendet. „Die jungen Alten“ sagen „Danke“ im Namen aller, denen das Geld zugute kommt.                                                                  ush

Innig und anregend: Der Gesang von Martina Garth in der Heimbacher Salvator-Kirche.

Die Kostbarkeiten der Salvator-Kirche waren festlich angestrahlt. Fotos Ulrike Schwieren-Höger

„Urlicht“ mit der Mezzosopranistin Martina Garth und Kantor Peter Mellentin

Die Hoffnung des Menschen auf Erlösung und der Glaube an ein Leben nach dem Tod sind die Leitgedanke in „Urlicht“, eines von Gustav Mahler vertonten Gedichts aus „Des Knaben Wunderhorn“. Das Lied mit seinen feierlichen Klängen und seinen zarten Zwischentönen wird von der Mezzosopranistin Martina Garth und Kantor Peter Mellentin (unsere Fotos) am Volkstrauertag vorgetragen. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms werden Kompositionen von Ludwig van Beethoven sein. Das von den „Jungen Alten Heimbach“ organisierte Konzert findet am Sonntag, 13. November, 17 Uhr, in der Salvator-Kirche statt und wird unter den dann auch in Gottesdiensten üblichen Corona-Richtlinien stattfinden. Der Eintritt ist frei. Jeder ist herzlich willkommen.            ush

„Urlicht“ in der Salvator-Kirche

Wir freuen uns, euch am Volkstrauertag zu einer ganz besonderen Veranstaltung einladen zu können. „Urlicht“ ist der Titel eines Konzerts, das von der Mezzosopranistin Martina Garth und Kantor Peter Mellentin gestaltet wird. Dem Thema „Urlicht“ liegt ein von Gustav Mahler vertontes Gedicht aus „Des Knaben Wunderhorn“ zugrunde. Das Lied mit seinen feierlich-hymnischen Klängen und seinen zarten Zwischentönen beschreibt – laut Gustav Mahler – „das Ringen der Seele um Gott“. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms werden Kompositionen von  Ludwig van Beethoven sein. Das von den „Jungen Alten Heimbach“ organisierte Konzert findet am Sonntag, 13. November, 17 Uhr, in der Salvator-Kirche statt und wird unter den dann auch in Gottesdiensten üblichen Corona-Richtlinien stattfinden. Der Eintritt ist frei.