Wir sagen euch an den lieben Advent

Mit einem fröhlichen „Jingle Bells“ begrüßte das „Consortium Piae“ die Zuschauer in der EvA zu einer musikalischen Lesung unter dem Motto „Seht, die gute Zeit ist nah“. Vorfreude auf Weihnachten lag in der Luft, denn Gedichte und Weihnachtslieder standen auf dem Programm.

Caroline Lauscher hatte Texte, mal heiter, mal besinnlich, ausgesucht, die so recht zur Adventszeit passten: Reiner Maria Rilke zählte ebenso zu den Autoren wie Heinrich Heine und Joachim Ringelnatz. Dazu spielte das „Consortium Piae“ mit Edith Wirthmann (Sopranflöte), Silke Delhaes (Alt), Susanne Rögele (Bass und Gitarre) sowie Ulrike Schwieren-Höger (Tenor und Gitarre) Weihnachtschoräle von Händel, Bach und Mendelsohn-Bartholdy, aber auch festlich-mittelalterliche Melodien.  

Kurzum: Ein abwechslungsreiches Programm erfreute die Besucher, die am Ende zum Mitsingen eingeladen wurden: „Wir sagen euch an den lieben Advent“, erklang es vielstimmig im Saal, bevor der Abend bei Punsch und Plätzchen ausklang.

Die Spenden der Besucher kommen der Weihnachtsaktion der „Heimbachhilfe“ zugute.

Ein Abend rund um Rainer Maria Rilke

Kunst, Literatur und Musik: „Die jungen Alten Heimbach“ luden zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung ein – mehr als 80 Zuschauer kamen   

Farbenfroh und mächtig sind die Bilder, die evangelische Kirche erstrahlt in ihrem Glanz. Caroline Lauscher hat die vier Erzengel in eindrucksvollen abstrakten Gemälden verewigt   und sie beherrschen den Raum, bilden eine kraftvolle Kulisse für die Schauspielerin Sibylle Kuhne und die Cellistin Natalia Kazakova.

Auf Einladung der „Jungen Alten Heimbach e.V.“  gestalteten die drei Künstlerinnen einen Abend rund um Rainer Maria Rilke, und mehr als 80 Zuschauer kamen, um den Worten des Klassikers zu lauschen. Sie wurden nicht enttäuscht. Sibylle Kuhne sprach gestenreich und oft in freier Rede berühmte Gedichte: Das „Liebes-Lied“ war ebenso darunter wie „Herbstlied“ und „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“. Natalia Kazakowa brillierte mit ihrem Cello und erläuterte dem erstaunten Publikum ein zweites Instrument, das Campanula Cello, das zusätzlich zu den vier Spielsaiten 16 mitschwingende Resonanzsaiten hat und dadurch einen zusätzlichen Raum für Klang und Obertöne bietet. Das Publikum zeigte sich begeistert und spendete viel Applaus.

Die vier Erzengel von Caroline Lauscher werden auch in den nächsten Wochen die Nacht in Heimbach erhellen. Ab 1. Advent wird an jedem weiteren Adventssonntag ein Engel-Gemälde mehr erleuchtet. Zu Weihnachten erstrahlt dann das volle Licht. Zudem lädt die Künstlerin in der Adventszeit jeden Montagabend um 19 Uhr zu einer Meditation ein.            ush


Natalia Kazakova am Cello und Sibylle Kuhne (Rezitation) erhielten viel Applaus. Die  Gemälde von Caroline Lauscher bildeten die eindrucksvolle Kulisse.

Und weil der Advent nun ganz kurz bevorsteht, erinnern wir noch einmal an eines der beliebtesten Gedichte von Rainer Maria Rilke:

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus: den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke)