Sommerfest mit viel Musik

Das diesjährige Sommerfest der „Jungen Alten“ fand zum ersten Mal auf dem Vorplatz der evangelischen Kirche, EvA am Schönblick, statt. Auch in Corona-Zeiten ließen es sich mehr als 30 Mitglieder nicht nehmen, in fröhlicher Runde zu feiern. Frank am Akkordeon, Jürgen an der E-Gitarre und Mohamed am Bass sorgten für gute Stimmung, und die Vorsitzende Hilde Amrein trug zur allgemeinen Freude „eine etwas andere Schöpfungsgeschichte“ vor.  Essen und Trinken hatte diesmal jedes Mitglied selbst mitgebracht – nach dem Motto: Wenn wir in diesem Jahr schon kein „Picknickkonzert“ veranstalten können, wollen wir wenigstens im kleinen Kreis picknicken.              ush

Hilde Amrein trug eine witzige Geschichte vor.                                                                Fotos: Walter Schöller
Gemütliche Tischrunden: Jeder hatte sein Picknick mitgebracht.

 

 

Engel im Advent

Es ist das Licht, das alle Blicke auf sich zieht. Das Licht, das Hoffnung bringt: Zwei Meter hoch, opulent und kraftvoll sind die Darstellungen der vier Erzengel Uriel, Michael, Gabriel und Raphael. Ihre hellen Strahlen vertreiben das Dunkel und machen Mut. „Das Licht bricht durch die Bilder hindurch in den Raum hinein“, sagt die Künstlerin Caroline Lauscher (unser Foto), die die Ausstellung in Zusammenarbeit mit den „Jungen Alten Heimbach“ ins Leben gerufen hat. „Die Erzengel transportieren eindringlich ihre Botschaft: Lass Dein Licht leuchten und werde selbst zum Lichtträger. Wir alle stehen im Licht dieses göttlichen Geheimnisses. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.“

In den Adventwochen und bis ins neue Jahr hinein werden die Bilder von Caroline Lauscher in vier großen Fenstern der evangelischen Kirche, EvA am Schönblick, leuchten. Jede Woche ein Lichtstrahl mehr vertreibt dann das Dunkel. Zudem findet zu diesem Thema in der Adventszeit jeweils montags um 19 Uhr (außer 23. Dezember) und am Montag, 30. Januar, eine Meditation in der Kirche statt. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.                     ush

Ein Abend rund um Rainer Maria Rilke

Kunst, Literatur und Musik: „Die jungen Alten Heimbach“ luden zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung ein – mehr als 80 Zuschauer kamen   

Farbenfroh und mächtig sind die Bilder, die evangelische Kirche erstrahlt in ihrem Glanz. Caroline Lauscher hat die vier Erzengel in eindrucksvollen abstrakten Gemälden verewigt   und sie beherrschen den Raum, bilden eine kraftvolle Kulisse für die Schauspielerin Sibylle Kuhne und die Cellistin Natalia Kazakova.

Auf Einladung der „Jungen Alten Heimbach e.V.“  gestalteten die drei Künstlerinnen einen Abend rund um Rainer Maria Rilke, und mehr als 80 Zuschauer kamen, um den Worten des Klassikers zu lauschen. Sie wurden nicht enttäuscht. Sibylle Kuhne sprach gestenreich und oft in freier Rede berühmte Gedichte: Das „Liebes-Lied“ war ebenso darunter wie „Herbstlied“ und „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“. Natalia Kazakowa brillierte mit ihrem Cello und erläuterte dem erstaunten Publikum ein zweites Instrument, das Campanula Cello, das zusätzlich zu den vier Spielsaiten 16 mitschwingende Resonanzsaiten hat und dadurch einen zusätzlichen Raum für Klang und Obertöne bietet. Das Publikum zeigte sich begeistert und spendete viel Applaus.

Die vier Erzengel von Caroline Lauscher werden auch in den nächsten Wochen die Nacht in Heimbach erhellen. Ab 1. Advent wird an jedem weiteren Adventssonntag ein Engel-Gemälde mehr erleuchtet. Zu Weihnachten erstrahlt dann das volle Licht. Zudem lädt die Künstlerin in der Adventszeit jeden Montagabend um 19 Uhr zu einer Meditation ein.            ush


Natalia Kazakova am Cello und Sibylle Kuhne (Rezitation) erhielten viel Applaus. Die  Gemälde von Caroline Lauscher bildeten die eindrucksvolle Kulisse.

Und weil der Advent nun ganz kurz bevorsteht, erinnern wir noch einmal an eines der beliebtesten Gedichte von Rainer Maria Rilke:

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus: den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke)