Ein Besuch bei den alten Römern

„Die jungen Alten“ studierten einen Nachmittag lang in den Zülpicher Römerthermen die Badekultur der Römer.

„Bene lava – angenehmes Bad“ – so freundlich wünschten sich die alten Römer gesellige Stunden in den Zülpicher Thermen. Im 25 Grad warmen Bad ließen sie es sich wohlergehen und wandelten nackt durch die weiträumige Anlage mit ihren Heiß- und Kaltbereichen. Zwischendurch setzten sich die Herren gemeinsam nebeneinander auf den Abtritt und „machten ein Geschäft“, was manchmal auch ihren Geldbeuteln guttat, und die Herkunft des noch heute bekannten Wortspiels anschaulich erklärt.

Launig erzählte Ulla Hilltl solche Anekdoten, während sie eine Gruppe der Heimbacher „Jungen Alten“ fachkundig durch die „besterhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen“ führte. Die Gäste aus Heimbach erfuhren, dass das antike Tolbiacum (Zülpich) an einem Schnittpunkt mehrerer bedeutender Fernstraßen lag. Zülpich verband die damaligen Militärstandorte Neuss (Castra Novesia) und Bonn (Bonna) sowie die Städte Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium) und Trier (Augusta Treverorum).

Ein guter Grund für den Bau der 400 Quadratmeter großen Therme, die Einheimischen und Reisenden zur Erholung diente. Morgens war sie den Frauen vorbehalten, nachmittags und abends durften sich die Herren vergnügen.

Doch die Nachwelt erfuhr erst 1929 von derlei Wohlbehagen. Kanalbauarbeiter entdeckten die alten Steine, die in den folgenden Jahrzehnten systematisch ausgegraben wurden. Heute lädt das Museum seine Besucher zu einer Reise durch 2000 Jahre Badekultur ein. Auf einem Rundweg marschierten die „Jungen Alten“ von den Resten der römischen Baderäume zu mittelalterlichen Bädern und zu den ersten Waschbecken und Toiletten. Auch Kuriositäten wie Schaukelbadewannen oder Badeschiffe fanden Anklang.

Einhellig war das Erstaunen über die meisterhafte römische Technik. Es gab bereits eine Fußbodenheizung und ein ausgeklügeltes Wasserleitungssystem. Beinahe unglaublich, dass dieses Wissen in der Nachrömerzeit verloren ging und im Barock sogar verpönt war. In dieser Epoche galt Wasser als schädlich, deshalb bevorzugten die Damen und Herren Puder und Salben zur Körperpflege.

Der informative Ausflug endete für die „Jungen Alten“ ebenfalls am Wasser. Am Badesportsee ließen sie es sich bei bestem Wetter und einer Erfrischung gut gehen. „Salum lavisse – wünsche, gut gebadet zu haben“ konnte hier mit einem weiteren Satz ergänzt werden: Das war ein schöner Nachmittag.                               

Übrigens: Unser Gründungsmitglied, Ulrike Schwieren-Höger, hat ein Buch über Zülpich geschrieben. Es ist zwar in die Jahre gekommen, aber wer neugierig auf die Geschichte des Städtchens ist und seine Sehenswürdigkeiten kennenlernen möchte, findet hier Wissenswertes:
Ulrike Schwieren-Höger: Zülpich – Porträt einer Römerstadt,  Edition B im Biermann-Verlag, 112 Seiten,  ISBN-13: ‎ 978-3980717922, 14,90 Euro.                         ush

Die „jungen Alten“ spazierten über alte römische Steine.

So sah die römische Thermenanlage einst aus.

Es gab schon eine Fußbodenheizung.

Die Wasserspeier waren mit Tierköpfen verziert.

Auch die kleinen Fundstücke fanden reges Interesse. Fotos: Walter Schöller

Ein bisschen Fernweh gefällig?

„Roadmovies“ heißen Filme, die über Straßen in die weite Welt führen. Die Schauspielerin Anne Fink und der Kölner Sänger, Gitarrist und Songschreiber Winfried Bode wollen am Samstag, 5. Juli, 19 Uhr in der EvA am Schönblickmit uns auf solch eine Reise gehen und zur Urlaubszeit Fernweh wecken. Mit Musik und Geschichten geht es von Wanne-Eickel, das schon Friedel Hensch und die Cyprys besungen haben, nach Paris, wo wir über die Champs-Elysees tanzen, bis in die Südspitze von Italien und nach Irland – von Jordanien über Las Vergas nach Berlin. Aber Ihr könnt sicher sein: Der Abend beginnt und endet in Heimbach.
Der Eintritt zum Konzert mit kleinem Umtrunk ist frei. Spenden sind willkommen.

Wenn der Ginster wieder blüht…

Wenn der Ginster blüht, hält es echte Wanderfreunde nicht zuhause. Und sie wissen, wo es zu dieser Jahreszeit am Schönsten ist: Auf der Dreiborner Höhe. Auch die Walker der "Jungen Alten" machten sich auf den Weg. 
Mit Gruppenleiterin Brigitte Gfeller marschierten sie in die Höhe: "Bei angenehmen Temperaturen spazierten wir durch diese zauberhafte Landschaft. Oft blieben wir stehen, um zu genießen, das Goldgelb des Ginsters, prächtige Wiesen oder den blauen Himmel mit Wolken. Die Teilnehmer waren begeistert", sagt Brigitte Gfeller. Zum Abschluss tauschten sie bei Kaffee und Kuchen ihre Eindrücke aus. Unsere Fotos zeigen Impressionen von dem unvergesslichen Ausflug.
Wenn in der Eifel der Ginster blüht, bleiben echte Wanderfreunde nicht zuhause. Auch die Walker der "Jungen Alten" wissen, wo es zu dieser Jahreszeit am schönsten ist: Auf der Dreiborner Höhe. 
Mit Gruppenleiterin Brigitte Gfeller zogen sie hinaus ins Grüne, das in diesen Tagen von vielen gelben Flecken durchsetzt ist. "Oft blieben wir stehen, um zu genießen, das Goldgelb des Ginsters, prächtige Wiesen oder den blauen Himmel mit Wolken. Alle waren begeistert", sagt Brigitte.
Zum Abschluss tauschten die Teilnehmer der Wanderrunde ihre Eindrücke bei Kaffee und Kuchen aus. Und die Meinung war einstimmig: Das war wie ein schöner Urlaubstag in der Heimat.













Radeln mit gemütlichen Pausen

Da Gruppenleiter Walter Salentin in Urlaub ist, startete die Fahrradgruppe gestern unter der Leitung von Manfred Amrein von Heimbach nach Düren. Aufgrund der Sperrung der Rurbrücke zwischen Gut Kallerbend und Obermaubach musste die Tour vom Rurradweg über Nideggen geändert werden, um in Winden wieder auf den Rurradweg zu gelangen.

Im Teuterhof in Düren stärkten sich die zehn Radler für den Rückweg. Nach dem langen Anstieg von Kreuzau nach Nideggen genossen sie dort noch ein leckeres Eis, bevor es zum Ausgangspunkt nach Heimbach zurück ging.

Gemütliche Rast im Teuterhof.

Nach dem steilen Aufstieg gab es in Nideggen noch ein leckeres Eis.

Fotos: Walter Schöller/ Manfred Amrein

„Sind denn keine Menschen hier?“

Auf Einladung der „Jungen Alten“ gastierte „Cantalyra“ in der EvA. Die Musiker ernteten Bravorufe und „Standing Ovations“.

„In der Eifel gibt es immer lecker Essen“, und nachts ist es so still, dass ein Zugezogener sich manchmal bang fragt: „Sind denn keine Menschen hier?“. Mit munteren Songtexten wie diesen, gespickt mit viel Eifeler Esprit, eroberte „Cantalyra“ das Heimbacher Publikum. 80 Zuschauer feierten die Musiker drei Stunden lang, Tom Lüttgens, Reiner Brücker, Brigitte Sehle, Peter Bernards und Robert Schumacher (Foto oben von links nach rechts) gaben alles, um Spaß und gute Laune ins werte Publikum zu bringen.

Ganz gleich, ob Brigitte Sehle den alltäglichen Wahnsinn einer Mutter besang, die zwischen Beruf und Kindergeschrei pendelt, ob Reiner Brücker rätseln ließ, wer im Fernsehen Nacktmodels über den Laufsteg schickt (das kann nur Heidi Klum), ob Robert Schumacher von Omas leckerer Eifeler Küche schwärmte oder Tom Lüttgens einen Song übers Aachener Klinikum zum Besten gab, den er in langen Wartezeiten geschrieben hatte: „Du kriegst meist nicht das, was du willst. Aber irgendwann biste dran.“ Immer war der Beifall auf ihrer Seite, zumal auch die Musik mitreißend war.

Voller Spielfreude und Virtuosität brillierte Peter Bernards an der Geige und zeigte mit mancher Soloeinlage sein Können – vor allem im späteren Verlauf des Abends, der dem Tanz gewidmet war. „Heute ist Premiere“, sagte Brigitte Sehle. „Öfter mal was Neues. Im zweiten Teil unseres Programms gibt es Tanzmusik.“

„Lieber Tango!“ hatte schon der Titel des Abends versprochen, und tatsächlich wurde getanzt: ein holländisches Paar wagte sich nach vorne, sie in flammend-rotem Pullover und ebenso roten Pumps, um dem staunenden Publikum die gewünschte Schrittfolge zu präsentieren.

Beim Lambada hielt es eine Mexikanerin aus Vlatten nicht auf den Stühlen. Sie zog ihre Freundin auf die Tanzfläche, und die Beiden bewegten sich mit gekonntem Hüftschwung durch den Saal, von wo ihnen Bravorufe entgegenschallten.

Mit Temperament und mitreißender Spielfreude feuerten die Musiker, allen voran Frontfrau Brigitte Sehle am Akkordeon, die Tänzer und das Publikum an. Und auch die leisen, mahnenden Töne, die dem derzeitigen Wahnsinn der Weltpolitik gewidmet waren, kamen beim Publikum an.

Kein Wunder, dass es zum Schluss „Standing Ovations“ für die „Eifeler Wohngemeinschaft Cantalyra“ gab – und wunderbare Zugaben mit dem Refrain: „Wir sind nicht allein, das macht uns Mut.“                          ush

Reiner Brücker, Peter Bernards und Brigitte Sehle.

Ein Meister an der Violine: Peter Bernards.

Sie gibt den Ton an: Brigitte Sehle.

Der witzige Poet Tom Lüttgens.

Der Meister am Bass Robert Schumacher mit Geiger Peter Bernards.

Reiner Brücker an der Gitarre.

So geht der Tango: Ein mutiges Paar präsentierte die Schrittfolge.

Beim Lambada waren eine Mexikanerin (links) und ihre Freundin nicht zu halten.

Sie waren als Erste auf der Tanzfläche.

Rund 80 Zuschauer ließen sich von „Cantalyra“ unterhalten.

In der Pause wurde draußen bei kühlen Getränken angeregt über das Programm diskutiert.

Text: ush, Fotos: Ulrike Schwieren-Höger und Walter Schöller

Oh, Mosella….

Das gab es noch nicht bei den „Jungen Alten“: Die Fahrradgruppe fuhr an die Mosel, um dort drei Tage lang die Pedale zu treten. Gruppenleiter Walter Salentin schildert nachstehend die Einzelheiten der abwechslungsreichen Tour.

Am 6. Mai starteten wir mit zwölf Teilnehmern um 10 Uhr in Hergarten zu einer Fahrt an die Mosel, wo wir um 12 Uhr im Berkasteler Hof mitten in der Altstadt erwartet wurden. Schon am Nachmittag ging es am Fluss entlang nach Traben-Trabach und an der anderen Mosel-Seite wieder zurück. Die Einkehr in Ürzig bei wunderbarem Apfekuchen und Kaffee sorgte für gute Stimmung während der 50-Kilometer-Fahrt. Nachdem die Fahrräder im Keller gut untergebracht waren, trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen.

Der zweite Tag begann bereits um 7.30 Uhr mit einem Frühstück, denn unser Fahrradbus mit Anhänger startete um 8:45 Uhr zu einer Fahrt nach Daun. Leider war es an diesem Tag etwas kühl. Trotzdem bereitete die 55 Kilometer lange Tour auf einer ehemaligen Bahntrasse viel Freude: Der Weg führte durch Feld, Wald und drei Tunnel. Das Wetter wurde im Lauf der Fahrt immer besser, und die Klostermühle Siebenborn lud zu einer gemütlichen Rast ein.

Zurück in Bernkastel Kues war das gemeinsame Abendessen so gesellig und zwanglos, dass es vielen schwer fiel, ins Hotel zurückzukehren

Am dritten und letzten Tag konnten wir ausgiebig frühstücken. Anschließend trafen wir uns zu einer letzten Fahrt moselaufwärts nach Piesport (Foto oben). Alle Teilnehmer fuhren sehr diszipliniert. Es machte großen Spaß, in der Gruppe zu radeln.

Am Ziel angekommen, tauschten wir bei Kaffee und Kuchen unsere Erlebnisse aus, und dann ging es zurück am anderen Ufer nach Bernkastel-Kues. Hier trafen wir uns auf dem Marktplatz zu einem letzten Eis und zu Gesprächen über diese schöne und erlebnisreiche Moseltour. Anschließend wurden die Fahrräder verladen und es ging gegen 15.30 Uhr in Richtung Heimat. Erfreulicherweise gab es keine Pannen und keine Unfälle und alle sind wieder wohlbehalten zu Hause angekommen.

Wir können deshalb von einer rundum gelungenen Fahrradtour an die Mosel sprechen.

Gemeinsames Abendessen am ersten Tag.

Start am zweiten Tag zu unserer Fahrt mit dem Fahrradbus von Bernkasten Kues nach Daun und von dort über eine ehemalige Bahnstrecke zurück nach Bernkastel Kues.

Alter Bahnhof Daun, Sammeln vor der Abfahrt.

Abendessen am zweiten Abend.

Bei Kaffee und Kuchen in Piesport.

Ein letztes Eis in Bernkastel-Kues vor der Rückfahrt.

Fotos: Walter Salentin und Walter Schöller

Ullas Frühstücksvergnügen

Unterhaltsam ging es wieder zu beim Frühstückstreff von Ulla Küpper. Gemeinsam wurde das Essen vorbereitet und gemeinsam verschmaust. Das ist besser, als allein im stillen Kämmerlein das Frühstück zu verzehren. Ullas Idee stößt auf viel Gegenliebe, wie unsere Fotos zeigen.

Im Reich der Klänge

Zu einem besonderen Abend lud Caroline Lauscher gestern im Rahmen ihrer Achtsamkeits- und Meditationsabende ein. Zu Gast war Washkar (Foto unten), der seine Zuhörer mit dem Klang verschiedener Instrumente in tiefe Entspannung führte. Die Meditationsabende werden alle zwei Wochen montags in Zusammenarbeit mit den „Jungen Alten“ in der Begegnungsstätte EvA organisiert. Der Eintritt ist frei.

Ein Frühstück für die Mitarbeiterinnen der Heimbachhilfe

Es ist wichtig, ab und zu Danke zu sagen. Für die freundlichen Mitarbeiterinnen der „Heimbachhilfe“ im Verein „Die jungen Alten Heimbach e.V.“ hatte sich Gruppenleiterin Inge Wergen etwas Besonderes ausgedacht: Im Kommunikationsraum der Kirche wurde ein üppiges Frühstück aufgebaut, und die zahlreich erschienenen Damen (unser Foto) durften einen Morgen lang schlemmen als Dank für ihre treue Hilfe. „Die Finanzierung konnten wir mithilfe unserer Kaffeekasse leisten“, sagt Inge Wergen. „Wir freuen uns, dass wir diesen schönen Vormittag gestalten konnten und danken allen, die uns eine Spende für die „Belegschaft“ hinterlassen haben.“       ush

Lieber Tango!

„Wir haben das Leben, um uns zu amüsieren. Wenn wir tot sind, können wir uns noch genug ausruhen.“Dieser Satz von George Moustaki ist das Motto von „Cantalyra“, der Eifel-Band, die uns am Samstag, 17. Mai, 19 Uhr, in der Begegnungsstätte EvA am Schönblick ihr neues Programm „Lieber Tango!“ vorstellen will.  Mit Tango, Walzer, Polka, Salsa und schmusigen Liedern laden die spielfreudigen Musiker zu einer Reise um die Welt ein. Dazu gibt es Texte von Liebe, Sehnsucht und dem täglichen Wahnsinn, der auch vor der Eifel nicht Halt macht. Es spielen und singen für euch:

Gesang, Akkordeon, Harmonica – Brigitte Sehle
Gesang, Violine, Mandoline – Peter Bernards
Gesang, Gitarre – Reiner Brücker
Gesang, Kontrabass – Robert Schumacher
Gesang, Gitarre, Ukolele – Tom Lüttgens

Also, lasst uns das Leben feiern!

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Spenden sind willkommen.