Wir bringen gute Laune

Verschmitzt lachend und mit einer kleinen Gitarre vor der Brust tänzelt Pit in den Raum, gefolgt von Franzi im grasgrünen Kleidchen. Dann wird gesungen. „An der Nordseeküste“ steht ebenso auf dem Programm wie „Die kleine Kneipe“ und „Marmor, Stein und Eisen bricht“.

Franzi und Pit sind auf Einladung der „Heimbachhilfe“ zu Gast im „Haus Katharina“. Einen Nachmittag lang wollen sie Fröhlichkeit verbreiten mit roter Knollennase, wippendem Kleidchen und einem Hut, der die Klänge ausschaltet, wenn man ihn drückt. Mit Musik, so sagt die Wissenschaft, können Erinnerungen am leichtesten geweckt werden. Auch wer starke Gedächtnisstörungen hat, erinnert sich oft an Lieder. Das weiß niemand besser als Franzi und Pit, denn sie sind Mitglieder der Aachener Klinik-Clowns und „schaffen emotionale Begegnungen in ganz sensitiver und persönlicher Weise. Sie leisten so einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden und zur ‚Heilung'“, informiert die Internetseite der Vereinigung.

Dass dies klappt, ist vielen Bewohnern von „Haus Katharina“ anzusehen. Sie lächeln, erinnern sich an Texte, singen oder summen sie mit und schütteln die Rasseln. Eine alte Dame traut sich sogar ganz alleine an ein Lied. Zum Dank wird ihr ein kleines Herzchen ans Revers gesteckt.

Normalerweise sind Franzi und Pit sich selbst genug, um kranke oder alte Menschen zu unterhalten, doch an diesem Nachmittag sitzen drei Kids unter den Zuschauern. Emmi, Marie und Moritz, die Enkel der Leiterin der „Heimbachhilfe“ und eines Vorstandsmitglieds der „Jungen Alten“, bestaunen mit großen Augen die beiden Clowns. Und schon sind sie selbst die Stars.

Franzi und Pit sind Improvisationskünstler und lieben es, sich auf unerwartete Situationen einzustellen. Heute sind es die Kinder. Sie dürfen mitsingen, rasseln, tanzen, dirigieren als Toreros den Stier anfeuern und laut „Olé“ rufen. Und wenn sie ein Wort rufen, fällt Pit dazu sofort ein Lied ein, das dann alle mitsingen können. Welch ein Spaß für Klein und Groß.   

Im „richtigen“ Leben heißt Franzi eigentlich Barbara Fischer und ist Schauspielerin im Aachener „Theater K“. Als Clown tritt sie immer mit Pit alias Norbert Conrads auf, der Lehrer an einer Förderschule ist. Im Hasenfelder Haus „Katharina“ zeigten sie auch ihre weichere, stillere Seite: Da spielte Pit „Für Elise“ als klassisches Gitarrenstück und Franzi und die Kids tanzten dazu mit bunten Tüchern, die in der Luft flatterten. Und ganz emotional wurde die Stimmung bei Pits Lieblingslied: „Die Gedanken sind frei“ – das erinnerte die alten Bewohner von „Haus Katharina“ an ihre Jugendzeiten. Lang, lang ist’s her.                                            ush

Text und Fotos: Ulrike Schwieren-Höger

Literatur und Musik aus aller Welt

Schauspielerin Anne Fink und Musiker Winfried Bode luden zu einem „Roadmovie“ um die Welt ein. Mit dem eingängigen Popsong „People get ready“ startete die Reise mit Texten und Songs aus vieler Herren Länder.

Erzählte Anne Fink mit einem Auszug aus Paolo Cuellos „Der Wanderer“ von der Schönheit der Welt als Gemeingut, konterte Winfried Bode mit einem Einblick in die minutiöse Passkontrolle bei der Einreise in die Vereinigten Staaten.

Köstlich, der Oldie „Mond von Wanne-Eickel“, den Friedel Hensch und die Cypris 1962 auf die Plattenteller der Deutschen legten: Anne Fink, ein pfiffiges rotes Hütchen auf dem Kopf und „Hochprozentiges“ im Glas, zeigte ihre Schauspielkunst und wurde von Strophe zu Strophe trunkener.

Ein krasser Gegensatz dazu der Text von Heinrich Böll, der die bittere Armut im Irland des 19. Jahrhunderts aufzeigte. Weiter ging die Reise nach Marseille und Paris, wo „Oh, Champs Élysées“ zum mondänen Tanz einluden. In Berlin hörten die Zuschauer Hildegard Knefs „Ich war nie in Las Vergas“, von Anne Fink à capella gesungen.

Mit „Oh, sole mio“ ging es nach Sizilien, und dann hieß es „Fly me to the moon“, was beweist: Irgendwann ist selbst die ganze Erde zu klein für leidenschaftliche Reisende.

Am Schluss gab es Zugaben, und das waren Schlager, die „ich nicht oft spiele“, wie Winfrid Bode betonte: Bei „Marina“ tanzte Anne Fink über die Bühne, und dem Publikum, das auf Einladung der „Jungen Alten“ gekommen war, gefiel es. Es spendete viel Beifall für Literatur und Musik aus aller Welt.                  ush

Nach der musikalischen Lesung luden die „Jungen Alten“ mit Hilde Amrein (links) und Ulrike Schwieren-Höger zu einem Umtrunk ein.

Text: ush, Fotos: Walter Schöller

Wie schön ist es in Monets Garten

Die Malgruppe der Jungen Alten unter Leitung von Ernst Bernhauser fuhr nach Köln-Ehrenfeld zu einer Monetausstellung  der besonderen Art. Die interaktive Schau erweckt die Werke des impressionistischen Malers zum Leben, denn digitale Installationen und Projektionen ermöglichen besonders eindrucksvolle und vielfältige Erlebnisse. Die Besucher können tief in das Leben Monets, seiner Liebe zur Natur, besonders zu seinem Garten in Giverny eintauchen.

Nach dem Kunsterlebnis kehrte die Gruppe in ein gemütliches Traditionslokal zu einem leckeren Mittagessen ein.

Da es nicht weit entfernt die große neue Moschee gibt, wurde noch eine Besichtigung angeboten. Müde und voller schöner Eindrücke traten alle am Nachmittag den Heimweg an.

Unsere Fotos zeigen die Stationen des Ausflugs.

Ein Dank an Hedwig Meixner für Text und Fotos.

Rosen für den Frieden

Das Beiratsmitglied der Jungen Alten, Caroline Lauscher, ist auch Künstlerin. Seit Jahren arbeitet sie an einem „Rosenprojekt“, das Gräuel der Vergangenheit aufzeigen und mit einem sozialen Projekt „heilen“ will. Derzeit bereitet sie „Rosen für den Frieden“ in Bonn vor. Auch die Handarbeitsgruppe der „Jungen Alten“ unter Leitung von Karin Breuer hat dafür wieder Rosen gehäkelt.

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Sonntag, dem 10.08.25, 15:00 Uhr, in
St.Edith Stein, Brüser Berg, Bonn, statt. Anschließend ist die Vernissage der Ausstellung der mehrjährigen Friedensprojekte im Nachbarschaftszentrum.

Untenstehend sind Informationen über das Gesamtprogramm.


Besuch bei Bauer Moll

Die Fahrradgruppe unter Leitung von Walter Salentin hatte im Juni Kerpen zum Ziel. Treffpunkt war der Parkplatz am Zülpicher See.

Die Fahrt führte zunächst über Lövenich nach Nemmenich und von dort über Lüssem nach ND-Elvenich. Bei herrlichem Wetter bewunderten die Radler die schöne Natur und die Felder in Richtung Borr. Von dort ging es weiter über Erp und Pingsheim nach Wissersheim, vorbei am Flugplatz Nörvenich. Nach etwa 30 Kilometern war das Ziel erreicht. Die Fahrt dauerte mit Trinkpausen gut zwei Stunden.

Da Walter Salentin Plätze reserviert hatte, wurde die Gruppe bei Bauer Moll mit Speisen und Getränken bestens versorgt. Nach einer ausgedehnten Mittagspause ging es zurück, vorbei an Hofläden und Johannesbeerplantagen, deren Früchte gerade von vielen fleißigen Händen gepflückt wurden.

„Als wir in die Nähe des Flughafens Nörvenich kamen, wurden wir Zeuge eines seltenen Schauspiels“, berichtet Walter Salentin. „Wir fuhren vor bis zum Außenzaun und sahen, dass in kurzer Zeit drei Tornado-Kampfflugzeuge und drei Eurofighter starteten. Das war ein Höllenlärm. Keiner von uns hatte so etwas jemals aus der Nähe gesehen.“

Nach diesen Eindrücken setzte die Gruppe die Rückfahrt fort. In Zülpich angekommen, steuerten alle noch eine Eisdiele an, um dort einen schönen Ausklang zu finden. Eine gelungene Fahr ging zuende.

Ankunft bei Bauer Moll.

Nach der anstrengenden Hinfahrt schmeckte das Mittagessen besonders gut.

Ein Besuch bei den alten Römern

„Die jungen Alten“ studierten einen Nachmittag lang in den Zülpicher Römerthermen die Badekultur der Römer.

„Bene lava – angenehmes Bad“ – so freundlich wünschten sich die alten Römer gesellige Stunden in den Zülpicher Thermen. Im 25 Grad warmen Bad ließen sie es sich wohlergehen und wandelten nackt durch die weiträumige Anlage mit ihren Heiß- und Kaltbereichen. Zwischendurch setzten sich die Herren gemeinsam nebeneinander auf den Abtritt und „machten ein Geschäft“, was manchmal auch ihren Geldbeuteln guttat, und die Herkunft des noch heute bekannten Wortspiels anschaulich erklärt.

Launig erzählte Ulla Hilltl solche Anekdoten, während sie eine Gruppe der Heimbacher „Jungen Alten“ fachkundig durch die „besterhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen“ führte. Die Gäste aus Heimbach erfuhren, dass das antike Tolbiacum (Zülpich) an einem Schnittpunkt mehrerer bedeutender Fernstraßen lag. Zülpich verband die damaligen Militärstandorte Neuss (Castra Novesia) und Bonn (Bonna) sowie die Städte Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium) und Trier (Augusta Treverorum).

Ein guter Grund für den Bau der 400 Quadratmeter großen Therme, die Einheimischen und Reisenden zur Erholung diente. Morgens war sie den Frauen vorbehalten, nachmittags und abends durften sich die Herren vergnügen.

Doch die Nachwelt erfuhr erst 1929 von derlei Wohlbehagen. Kanalbauarbeiter entdeckten die alten Steine, die in den folgenden Jahrzehnten systematisch ausgegraben wurden. Heute lädt das Museum seine Besucher zu einer Reise durch 2000 Jahre Badekultur ein. Auf einem Rundweg marschierten die „Jungen Alten“ von den Resten der römischen Baderäume zu mittelalterlichen Bädern und zu den ersten Waschbecken und Toiletten. Auch Kuriositäten wie Schaukelbadewannen oder Badeschiffe fanden Anklang.

Einhellig war das Erstaunen über die meisterhafte römische Technik. Es gab bereits eine Fußbodenheizung und ein ausgeklügeltes Wasserleitungssystem. Beinahe unglaublich, dass dieses Wissen in der Nachrömerzeit verloren ging und im Barock sogar verpönt war. In dieser Epoche galt Wasser als schädlich, deshalb bevorzugten die Damen und Herren Puder und Salben zur Körperpflege.

Der informative Ausflug endete für die „Jungen Alten“ ebenfalls am Wasser. Am Badesportsee ließen sie es sich bei bestem Wetter und einer Erfrischung gut gehen. „Salum lavisse – wünsche, gut gebadet zu haben“ konnte hier mit einem weiteren Satz ergänzt werden: Das war ein schöner Nachmittag.                               

Übrigens: Unser Gründungsmitglied, Ulrike Schwieren-Höger, hat ein Buch über Zülpich geschrieben. Es ist zwar in die Jahre gekommen, aber wer neugierig auf die Geschichte des Städtchens ist und seine Sehenswürdigkeiten kennenlernen möchte, findet hier Wissenswertes:
Ulrike Schwieren-Höger: Zülpich – Porträt einer Römerstadt,  Edition B im Biermann-Verlag, 112 Seiten,  ISBN-13: ‎ 978-3980717922, 14,90 Euro.                         ush

Die „jungen Alten“ spazierten über alte römische Steine.

So sah die römische Thermenanlage einst aus.

Es gab schon eine Fußbodenheizung.

Die Wasserspeier waren mit Tierköpfen verziert.

Auch die kleinen Fundstücke fanden reges Interesse. Fotos: Walter Schöller

Ein bisschen Fernweh gefällig?

„Roadmovies“ heißen Filme, die über Straßen in die weite Welt führen. Die Schauspielerin Anne Fink und der Kölner Sänger, Gitarrist und Songschreiber Winfried Bode wollen am Samstag, 5. Juli, 19 Uhr in der EvA am Schönblickmit uns auf solch eine Reise gehen und zur Urlaubszeit Fernweh wecken. Mit Musik und Geschichten geht es von Wanne-Eickel, das schon Friedel Hensch und die Cyprys besungen haben, nach Paris, wo wir über die Champs-Elysees tanzen, bis in die Südspitze von Italien und nach Irland – von Jordanien über Las Vergas nach Berlin. Aber Ihr könnt sicher sein: Der Abend beginnt und endet in Heimbach.
Der Eintritt zum Konzert mit kleinem Umtrunk ist frei. Spenden sind willkommen.

Wenn der Ginster wieder blüht…

Wenn der Ginster blüht, hält es echte Wanderfreunde nicht zuhause. Und sie wissen, wo es zu dieser Jahreszeit am Schönsten ist: Auf der Dreiborner Höhe. Auch die Walker der "Jungen Alten" machten sich auf den Weg. 
Mit Gruppenleiterin Brigitte Gfeller marschierten sie in die Höhe: "Bei angenehmen Temperaturen spazierten wir durch diese zauberhafte Landschaft. Oft blieben wir stehen, um zu genießen, das Goldgelb des Ginsters, prächtige Wiesen oder den blauen Himmel mit Wolken. Die Teilnehmer waren begeistert", sagt Brigitte Gfeller. Zum Abschluss tauschten sie bei Kaffee und Kuchen ihre Eindrücke aus. Unsere Fotos zeigen Impressionen von dem unvergesslichen Ausflug.
Wenn in der Eifel der Ginster blüht, bleiben echte Wanderfreunde nicht zuhause. Auch die Walker der "Jungen Alten" wissen, wo es zu dieser Jahreszeit am schönsten ist: Auf der Dreiborner Höhe. 
Mit Gruppenleiterin Brigitte Gfeller zogen sie hinaus ins Grüne, das in diesen Tagen von vielen gelben Flecken durchsetzt ist. "Oft blieben wir stehen, um zu genießen, das Goldgelb des Ginsters, prächtige Wiesen oder den blauen Himmel mit Wolken. Alle waren begeistert", sagt Brigitte.
Zum Abschluss tauschten die Teilnehmer der Wanderrunde ihre Eindrücke bei Kaffee und Kuchen aus. Und die Meinung war einstimmig: Das war wie ein schöner Urlaubstag in der Heimat.













Radeln mit gemütlichen Pausen

Da Gruppenleiter Walter Salentin in Urlaub ist, startete die Fahrradgruppe gestern unter der Leitung von Manfred Amrein von Heimbach nach Düren. Aufgrund der Sperrung der Rurbrücke zwischen Gut Kallerbend und Obermaubach musste die Tour vom Rurradweg über Nideggen geändert werden, um in Winden wieder auf den Rurradweg zu gelangen.

Im Teuterhof in Düren stärkten sich die zehn Radler für den Rückweg. Nach dem langen Anstieg von Kreuzau nach Nideggen genossen sie dort noch ein leckeres Eis, bevor es zum Ausgangspunkt nach Heimbach zurück ging.

Gemütliche Rast im Teuterhof.

Nach dem steilen Aufstieg gab es in Nideggen noch ein leckeres Eis.

Fotos: Walter Schöller/ Manfred Amrein