Rosen schenken Hoffnung in der Pandemie

Kunstinstallation von Caroline Lauscher im Muttergotteshäuschen verbindet 60 Häkelnde in ganz Deutschland  – Unterstützung kam auch von den „Jungen Alten“ und vom „Team Kreisverkehr“  

„Da haben die Dornen Rosen getragen“, heißt eine Kunstinstallation, die im Mai im Dürener Muttergotteshäuschen zu sehen ist. Rund 60 Menschen haben mitgeholfen, die Idee der Künstlerin Caroline Lauscher Wirklichkeit werden zu lassen. In ungezählten  Arbeitsstunden haben sie Rosen aus bunter Wolle gehäkelt und damit Liebe und Zusammenhalt demonstriert. „Ich bin glücklich, dass es uns gelungen ist, eine soziale Skulptur zu schaffen“, sagt Caroline Lauscher.  „Wir können mit dieser großen Gemeinschaftsarbeit in der Zeit der Pandemie ein Zeichen der Hoffnung setzen.“ 

Gehäkelt wurde an vielen Orten in Deutschland und sogar in Wien. Allein in der Eifel ließen sich 28 Frauen begeistern, i n Düren arbeiteten 14 mit. Noch bis kurz vor der Installation der Rosen brachte der Postbote Pakete mit Rosen ins Haus von Caroline Lauscher in Nideggen-Schmidt. In der kleinen Kirche verbindet das symbolische Kunstwerk nun alle Teilnehmer. Es gibt Kraft und Glauben, zumal zwischen die Rosen kleine Zettel mit Fürbitten gesteckt werden. Es sind Herzenswünsche von Menschen, die versuchen, in dieser Krise nicht zu verzweifeln.

Auch 13 Mitglieder der „Jungen Alten“ haben an dem Projekt teilgenommen. Es sind: Hilde Amrein, Karin Breuer, Adelheid Blodau, Marliese Dahmen, Brigitte Gfeller, Veronika Gebhardt, Franziska Gerkowski, Karola Hertl, Marie Theres Krouth, Claudia Lüth, Hedwig Meixner, Heidi von Abercron und Karin Winkel-Wergen.  Das Team „Kreisverkehr“ hat die Arbeit unterstützt und den „Jungen Alten“ Wolle zur Verfügung gestellt, die zu den Restbeständen der Osteraktion zählte.

Wer will, kann auch in den nächsten Wochen noch Rosen häkeln und in ein Körbchen im Muttergotteshäuschen legen, denn die Installation ist die erste Kunstaktion, mit der Caroline Lauscher in den nächsten Monaten Orten und Ereignissen gedenken möchte, die „Dornen“ in unserem Leben sind und waren.

Das Muttergotteshäuschen an der Zülpicher Straße 227 in Düren ist an jedem Tag im Mai von 08.00 bis 20.00 Uhr  geöffnet.                      

Wer häkelt mit?

Eine Roseninstallation der Künstlerin Caroline Lauscher will Hoffnung in der Pandemie geben.

„Dornen der Pandemie“ nennt die Künstlerin Caroline Lauscher eine Installation, die im Mai im Dürener Muttergotteshäuschen an der Zülpicher Straße 227 zu sehen sein wird. Ihre Idee: Rosen, die von vielen Menschen in verschiedenen Formen und Farben gehäkelt worden sind, setzen Zeichen gegen die Angst, die Mutlosigkeit und die traumatischen Folgen der Virusausbreitung. Die große Gemeinschaftsarbeit will Hoffnung geben, aber auch die Sorgen und Nöte der Gesellschaft zeigen: Zwischen den Rosen, die auf großen Bahnen befestigt sind, werden Zettel mit Bitten oder Klagen gesteckt. Es sind Fürbitten, die Besucher im letzten Jahr im kleinen Muttergotteshäuschen an die Filzwand gehängt haben. Das symbolische Kunstwerk soll alle verbinden und Kraft und Zuversicht geben: „Da haben die Dornen Rosen getragen…“  Dieser Satz aus dem Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ hat die Künstlerin zu ihrer sozialen Skulptur inspiriert.

Die Roseninstallation im Muttergotteshäuschen ist die erste Kunstaktion, mit der Caroline Lauscher in den nächsten Monaten Ereignissen und Orten gedenken möchte, die in unserem Leben „Dornen“ sind und waren. „Die Arbeit ist eine symbolische Verbindung von Verletzung und Heilung“, sagt sie. „Im Vordergrund steht eine gemeinsame Arbeit zu einem großen Ganzen. In der Solidarität der Häkelnden liegt eine große Wirkmächtigkeit.“

Wer noch Rosen häkeln möchte, ist herzlich eingeladen mitzumachen. Bei Interesse sendet Caroline Lauscher eine Rosenhäkel-Anleitung als Video und bei Bedarf auch Wolle zu. Zudem sind alle eingeladen, ab dem 1. Mai ihre Anliegen im kleinen Muttergotteshäuschen niederzuschreiben und aufzuhängen. Gehäkelte Rosen können auch in den Korb am Fuß der Filzwand gelegt werden. Zettel und Rosen werden dann in das Kunstprojekt eingearbeitet, das bundesweit zu sehen sein wird.

Weitere Informationen: carolinelauscher@web.de, Telefon: 0049(0)2474-9982320.           ush