Durch die Toscana der Eifel fuhren 14 Mitglieder der Fahrradgruppe der „Jungen Alten“ bei einem ihrer Ausflüge. Konkret ging es mit E-Bikes über die K 27 durch Muldenau, Emken und Juntersdorf nach Zülpich, wo im Landesgartenschaupark ein Mittagessen wartete. Von dort zurück führte der Weg über Bürvenich und Wollersheim nach Heimbach. Stolze 58 Kilometer hatten die Teilnehmer am Schluss der Tour bei wunderschönem Wetter absolviert.
Nähere Informationen über weitere Ausflüge erteilt Hans-Peter Klein, Telefon: 02446/ 911462. ush
Gute Laune garantiert
Neujahrsempfang der „Jungen Alten“
Einen selbst bemalten Schmunzelstein schenkte die Vorsitzende der „Jungen Alten“, Hilde Amrein, allen Besuchern des Neujahrsempfangs ihres Vereins im WIZE-Wasser-Info-Zentrum. Der Grund: Das fröhlich lachende Gesicht auf dem kleinen Steinchen soll seinen Besitzer das ganze Jahr über daran erinnern, positiv zu denken, auch an trüben Tagen.
Heiterkeit war auch beim Empfang das Gebot der Stunde. Ein Sketch des Vorstands, bei dem sich Hilde Amrein, Robert Feicke, Wolfgang Virnich und Hans-Peter Klein mit unterschiedlichen Texten verhedderten, fand ebenso Beifall wie der turbulente Autoausflug von Heimbach nach Mariawald, für den Hildegard Kremers eine muntere Schar bunt verkleideter Mitfahrer engagiert hatte.
Nicht zuletzt sorgte auch das Dürener Salon-Swingtett für gute Laune mit unvergesslichen Evergreens und Wiener Walzern. Das werte Publikum zeigte sich äußerst sangesfreudig.
Ein Ausflug zu den Matronen
Archäologin Petra Tutlies leitete für die „Jungen Alten“ eine Expedition zu zwei gallo-römischen Tempelanlagen.
„Oft wussten die Bürger schon lange vor den Archäologen, dass es in ihrer Umgebung eine Besonderheit gab“, sagte Petra Tutlies, Leiterin des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege in Wollersheim, bei einer Expedition zu zwei Matronenheiligtümern mit dem Verein „Die jungen Alten Heimbach e.V.“.
Kein Wunder, dass die rund 25 Teilnehmer schon beim Anstieg im Wald von Pesch Schilder sahen, auf denen „Heidentempel“ stand: Der Volksmund hat das Areal, malerisch auf der Anhöhe „Addig“ gelegen, mit diesem Namen bezeichnet.
Die gallo-römische Tempelanlage war während des 1. bis 4. nachchristlichen Jahrhundert ein Kultplatz, auf dem keltisch-germanische Muttergottheiten verehrt wurden: Die Bewohner der Region brachten den sogenannten Matronen Opfer dar und erhofften von ihnen Schutz, Wohlergehen und gutes Gelingen. Wurden die Bitten erhört, stellte man in Erfüllung des Gelübdes einen Weihestein im Tempel auf.
Heute zählt das romantisch im Wald gelegene und zwischen 1913 bis 1918 von Hans Lehner ergrabene Areal zu den besterhaltenen römischen Kultanlagen in NRW und ist noch immer ein Anziehungspunkt für Anhänger von Naturreligionen, die hier ihre Jahresfeste feiern und die Matronensteine liebevoll mit Früchten, Ketten und Blumen schmücken.
Der zweite Teil der Expedition führte die „Jungen Alten“ nach Nettersheim, wo der gallo-römische Umgangstempel Görresburg Berühmtheit erlangt hat. Er wurde im 2. bis 4. Jahrhundert nach Christi erbaut und ist für die religionsgeschichtliche Forschung im Rheinland von großer Bedeutung. Die Tempelanlage, 1909 ebenfalls von Hans Lehner entdeckt, liegt nahe an einem römischen Vicus aus der gleichen Zeit und besticht durch ihre Lage auf einer Anhöhe, die einen weiten Blick über das Land ermöglicht. ush




