Heimatpreis für die Heimbachhilfe

Die Freude ist groß: Die „Heimbachhilfe“ im Verein „Die jungen Alten Heimbach e.V.“ ist von Bürgermeister Jochen Weiler mit dem Heimatpreis des Landes NRW geehrt worden. Damit wird das Engagement gewürdigt, das die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der „Kleiderstube“ der Einrichtung zeigen.

1000 Euro wandern damit in die Kasse der „Heimbachhilfe“, und gerade in diesen Monaten wird das Geld dringend benötigt. Der Grund: Ein Umzug steht bevor, da die bisherigen Räume an der Hengebachstraße 8 baufällig sind. Der Heimatpreis wird helfen, die damit verbundenen Kosten zu bewältigen und eine weitere Gruppe einzurichten, die einen zweiten Verkaufstag in der Woche ermöglichen soll. Unser oberes Bild zeigt Bürgermeister Jochen Weiler, der Marianne Schimang stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen den Heimatpreis überreicht.

Um eine weitere Gruppe einrichten zu können, die montags von 14.30 bis 17.30 Uhr die Türen öffnen wird, hofft die Heimbachhilfe auf neue Mitarbeiter. Interessenten wenden sich bitte an Inge Wergen, Telefon. 02446-3471.

Derzeit bietet die Heimbachhilfe schöne Trachtenkleider, Sportbekleidung, Herrenbekleidung und Kinderkleidung an. Auch Bücher, Spiele, ein brauner Kinderwagen, Wippen und ein Kinderfahrradsitz können preiswert erworben werden.

Die Heimbachhilfe an der Hengebachstraße 8 ist donnerstags von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Telefonisch ist die Heimbachhilfe erreichbar über Inge Wergen, Telefon: 02446-3471, Marianne Schimang, Telefon: 02446-3786 und Maja Schöller, Telefon. 02446-91910.
Die „Jungen Alten“ kamen mit einer größeren Gruppe, um den Heimatpreis entgegen zu nehmen. Fotos: Brigitte Gfeller

Alles begann mit einer Schnapsidee

„Die jungen Alten Heimbach e.V.“ werden im April 15 Jahre alt

Schade: In Corona-Zeiten wird es keinen Sekt geben und auch kein Treffen mit Abstand. Aber von Ferne darf an das 15-jährige Jubiläum der „Jungen Alten“ erinnert werden, denn die Idee war von Anfang an ein Erfolg: Schon zum ersten Treffen im April 2006 kamen fast 30 Heimbacher ins WIZE. Sie fanden die Idee prima, gemeinsam gut älter zu werden.

Mit Margret Bidaoui und Ulrike Schwieren-Höger an der Spitze wurde damals eine  Ideenschmiede gegründet, die begeisterte Mitstreiter fand: Marita und Manfred Jaeger + zählten ebenso zu den Aktiven der ersten Stunde wie die Ortsvorsteherin von Heimbach, Helmi Breuer und ihr Gatte Helmut Breuer, Frank Ledig, Gisela Mertins und Brigitte Gfeller. Ingrid Müller, Ortsvorsteherin von Vlatten,  war die erste Kassiererin, später übernahm Marlene Segschneider ihre Aufgaben.  

Was mit einer „Schnapsidee“ bei einer Geburtstagsparty von Dr. Harro Höger begann, begeisterte nicht nur das heimische Publikum, sondern auch die Presse im Kreis Düren. 2006 wurden die „Jungen Alten“ zu „Menschen des Jahres“ gekürt, und die Gemeinschaft wuchs und wuchs: 2009 wurde die „Heimbachhilfe“ gegründet, mit Hilde Kleinschmidt an der Spitze. 2010 überreichte Landrat Spelthahn dem Verein die Auszeichnung „Ehrenpreis für soziales Engagement“. 2019 kam der „Heimatpreis“ hinzu.

Auch unter dem 2014 gewählten neuen Vorstand mit Hilde Amrein, Wolfgang Virnich und Robert Feicke an der Spitze kann der Verein sich rühmen, eine Institution in Heimbach zu sein. Es gibt Kooperationen mit Wohlfahrtsverbänden und Kitas. Und die mittlerweile rund 230 Mitglieder können in 13 Gruppen aktiv werden, nach Herzenslust malen, singen, handarbeiten, tanzen, kegeln, Boule oder Gesellschaftsspiele spielen, walken, kochen, basteln, Fahrrad oder Motorrad fahren. Wenn nicht gerade ein Virus von sich reden macht, gibt es jeden Tag etwas zu tun, auch in der Heimbachhilfe, wo fast 20 Frauen in der Kleiderstube arbeiten.

Nicht zuletzt hat der Verein das Picknickkonzert erfunden, das normalerweise alle zwei Jahre hunderte Menschen in den Kurpark lockt. Diese Großveranstaltung steht, wie auch alle anderen Lesungen, Ausstellungen, Karnevalspartys oder Konzerte, allen Besuchern offen, ganz ohne Eintrittspreise. Der Verein freut sich über jeden Gast, ganz gleich, ob er jung oder alt ist.  Und das Beste kommt zum Schluss: „Die jungen Alten“ erheben keinerlei Mitgliedsbeiträge. Das wurde schon beim ersten Treffen beschlossen, damals 2006 im WIZE. Der Grund ist einfach: Jeder, wirklich jeder soll an den Aktivitäten teilnehmen können. Und das finden viele Mitglieder so gut, dass sie gerne spenden, wenn sie es sich leisten können. Der Verein hatte noch nie Geldsorgen und dankt für so viel Unterstützung.         

Unser Foto zeigt einen Artikel, der im April 2006 in der „Dürener Zeitung“ erschienen ist.                                                                                                

Heimatpreis für die „Jungen Alten“

In einer Feierstunde überreichte Bürgermeister Peter Cremer gestern den „Heimatpreis“ an die Mitglieder der „Jungen Alten“ und an weitere sechs Vereine und Institutionen in Heimbach. Das Land NRW will mit der Auslobung dieses Preises das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger würdigen, die sich Tag für Tag für ihre „Heimat“ einsetzen.

„Bei „Heimat“ geht es um das Verbindende, um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Nur eine Politik, die wertschätzt, was Menschen jeden Tag in unserem Land im Großen und vielmehr im Kleinen leisten, wird dazu beitragen, dass Heimat bewahrt und gleichzeitig für die Zukunft gestaltet werden kann“, heißt es in der Ausschreibung der Landesregierung. „Damit befähigt die Landesregierung – getreu dem Ziel: Heimat wächst von unten – Gemeinden und Gemeindeverbände vor Ort, das lokale Engagement unserer zigtausend ehrenamtlichen Tätigen zu würdigen.“

Der „Heimatpreis“ ist in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben worden. Die insgesamt 5000 Euro wurden in Heimbach an sieben Preisträger verteilt. 500 Euro erhielten die „Jungen Alten“ und die „Heimbachhilfe“ für Ihre Arbeit. Auf unserem Foto oben nehmen Wolfgang Virnich (Mitte) und Ulrike Schwieren-Höger stellvertretend für alle „Jungen Alten“ Urkunde und Preis von Bürgermeister Peter Cremer entgegen.
ush/ Fotos: Walter Schöller


In Reih und Glied: Die Heimatpreise warten auf die Preisträger.


Reinhold Quade und seine Bläser umrahmten die Feierstunde mit ihrer Musik.


Ein eindrucksvolles Schlussbild: So viele Preisträger erhielten in Heimbach den „Heimatpreis“.


Im Anschluss an die Preisverleihung gab es Sekt und eine kräftige Gulaschsuppe. Mitglieder der „Jungen Alten“ ließen es sich munden.