Neue Gesichter in der „Heimbachhilfe“

In der „Heimbachhilfe“ geht eine Ära zu Ende: Hilde Kleinschmidt hat die Leitung der Einrichtung im Verein „Die jungen Alten Heimbach e.V.“ abgegeben. Und auch Karin Breuer, ebenfalls eine Mitbegründerin der Gruppe, legt ihre Arbeit nieder. Mit der Wiedereröffnung am 5. August wird Inge Wergen die Gesamtleitung übernehmen. Grund genug für einen kleinen Rückblick:

2009 war es so weit: Hilde Kleinschmidt, Karin Breuer und die damalige Vorsitzende der „Jungen Alten“, Margret Bidaoui, hatten in Zusammenarbeit mit der Stadt Heimbach geeignete Räume gefunden: An der Hengebachstraße 8 wurde renoviert – weitestgehend mit Spendengeldern, in Eigenarbeit und mit Unterstützung befreundeter Handwerker.

Am 5. März 2009 konnte die Kleiderstube bei einem „Tag der offenen Tür“ vorgestellt werden. Seitdem gehen rund 20 Mitarbeiterinnen mit viel Elan ans Werk.

„Von Anfang an wollten wir helfen, wo wir konnten“, sagt Hilde Kleinschmidt, die nach einer Anfrage vom Grundsicherungsamt der Stadt den Anstoß gegeben hatte, die Einrichtung unter dem Dach der „Jungen Alten“ ins Leben zu rufen.  

Bis heute findet die „Heimbachhilfe“ Anklang. Hier können äußerst preiswert Kleider, Kleingeräte für den täglichen Gebrauch sowie Kindersachen und Spielzeug gekauft werden.

Mit ihrer Weihnachtsaktion verteilt die Einrichtung in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt Gutscheine an Heimbacher, die mit jedem Cent rechnen müssen, um das Fest für sie sorgloser zu machen. 

Diese Arbeit will Inge Wergen als Leiterin fortsetzen: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und hoffe, dass wir vielen Menschen eine Freude machen können mit unseren tollen und günstigen Angeboten“, sagt sie.

Mit Hilde Kleinschmidt und Karin Breuer scheiden auch Christel Tings, Ute Pütz und Silvia Dobelke aus. Stattdessen kommen Inge Wergen, Marlene Küpper, Margot Thurm und Marja Schöller ins Team. Die „Jungen Alten“ danken allen Mitarbeiterinnen für ihre langjährige Arbeit. Ohne ihr Engagement hätte die Einrichtung nicht solch eine große Beliebtheit in der Stadt erzielen können.

Wichtig: Derzeit sind drei Kinderwagen und Kindersitze im Angebot. Sie können auch schon vor der Wiedereröffnung der „Heimbachhilfe“ günstig abgegeben werden. Interessenten wenden sich bitte an Inge Wergen, Telefon: 02446/ 3471. Ab 5. August ist die Kleiderstube wieder regelmäßig an jedem Donnerstag von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Jeder ist willkommen.

Unser Foto zeigt die bisherige Leiterin der „Heimbachhilfe“, Hilde Kleinschmidt (rechts), und ihre Nachfolgerin Inge Wergen.

Die Putzkolonne war aktiv

Nun blinkt und blitzt alles: Die Mitarbeiterinnen der Heimbachhilfe haben Hand angelegt und die Kleiderstube an der Hengebachstraße gereinigt. Staub, der sich vier Corona-Monate lang wie Mehltau auf die Möbel gelegt hatte, wurde entfernt, die Küchenzeile gewienert, der Boden geschrubbt. Auch die angebotene Kleidung ist zum Teil aussortiert und durch neue ersetzt worden. Alles kann sich wieder sehen lassen.

Nun freuen sich alle auf die Wiedereröffnung der Heimbachhilfe am 23. Juli. Maske muss sein, aber dann darf wieder nach schöner Kleidung und Spielzeug gesucht werden. Jeder ist herzlich willkommen.

Unser Bild oben zeigt die Leiterin der Heimbachhilfe, Hilde Kleinschmidt, mit einer Mitarbeiterin bei den Arbeiten.

Trotz Masken gingen die Arbeiten zügig voran.

Heimbachhilfe feiert 10-jähriges Bestehen

Welch ein Gedränge: Rund 100 Besucher nutzten im März 2009 die Gelegenheit, bei einem „Tag der offenen Tür“ die gerade gegründete „Heimbachhilfe“ an der Hengebachstraße 8 zu besichtigen. Zwischen Kleiderständern und Regalen diskutierten Vertreter von Rat und Verwaltung, aber auch viele Heimbacher über die neue Einrichtung, die in wenigen Monaten realisiert worden war – schnell, effektiv und unbürokratisch.
Hilde Kleinschmidt, Karin Breuer, Gisela Lüth, Margret Bidaoui und Ulrike Schwieren-Höger hatten damals den Aufruf des Sozialamts ernst genommen und unter dem Dach der „Jungen Alten“ die ehrenamtliche Initiative begründet. Unterstützung fanden sie bei der Stadt Heimbach, die Räume an der Hengebachstraße 8 zur Verfügung stellte und auch für die notwendigen Renovierungen sorgte.
Auch die Mitglieder selbst legten Hand an und sorgten für die Unterhaltung der Einrichtung, in der äußerst preiswert Kleidung und Spielsachen gekauft werden können. Daran hat sich bis heute nichts geändert. „Wir sind stolz darauf, ein unbürokratisches Netzwerk aufgebaut zu haben, das jenseits von Verwaltung, Parteien oder Interessengemeinschaften überall dort hilft, wo es nötig ist“, sagt Hilde Kleinschmidt, die mit Karin Breuer und Gisela Lüth, in Vertretung Marianne Schimang, noch immer die Gesamtleitung innehat. „Wir haben ein offenes Ohr für alle Nöte. Gerade in Zeiten schlechter Meldungen, zunehmender Verunsicherung und großer wirtschaftlicher Probleme wollen wir ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Verantwortung setzen.“
Mit diesem Wunsch stehen die Damen nicht alleine: Mit von der Partie sind auch Franziska Gerkowski, Adelheid Blodau, Hedwig Meixner, Helga Steinborn, Marianne Neuß, Christel Tings, Ute Pütz, Helga Marx, Franziska Roeb, Karola Hertl, Marianne Schimang, Irmgard Gossen, Hanni Gilles, Hedwig Lehmann und Olena Grünzweig.
Sie haben selbst in Krisenzeiten bewiesen, dass sie flexibel sind und unbürokratisch helfen können: Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Herbst 2015 wurden in größeren Räumen an der Hengebachstraße 28-30 Kleiderspenden gesammelt, um die Schutzsuchenden aus den Kriegsgebieten rasch und unbürokratisch mit dem Nötigsten versorgen zu können.
Unterstützung erhält die Einrichtung auch aus der Bevölkerung: Zugunsten der Heimbachhilfe wurde schon gestrickt, gehäkelt und gemalt. Kantor Peter Mellentin musizierte für die Weihnachtsaktion, und Wolfgang Breuer druckt jedes Jahr in mühevoller Kleinarbeit Gutscheine aus, die Heimbacher mit wenig Einkommen in örtlichen Geschäften einlösen können.
Kurzum: Die Damen der „Heimbachhilfe“ erhalten zehn Jahre nach ihrer Gründung noch immer viel Zuspruch und haben auch nach dem Vorstandswechsel der „Jungen Alten“ mit Hilde Amrein an der Spitze nichts von ihrem Elan verloren. Wer sie einmal besuchen möchte, ist herzlich willkommen:
Die Kleiderstube in den Räumen der „Heimbachhilfe“ an der Hengebachstraße 8 ist jeden Donnerstag zwischen 14.30 Uhr und 17.30 Uhr geöffnet.       Informationen erteilt die Gruppenleiterin Hilde Kleinschmidt. Unter der Telefonnummer 02446/ 3155 ist sie erreichbar – ebenso Karin Breuer, Tel.: 02446/ 3111, und Gisela Lüth, 02422/ 5007380.                                                   ush