Mal mir mal ein Mandala

Beim Familienfest im Heimbacher Kurpark hatten Hilde Amrein und Ulla Küpper alle Hände voll zu tun. Ihr Angebot, Mandalas zu bemalen, die – mit der passenden Schnur verküpft – zum fröhlichen Kreiseln einluden, kam so gut an, dass es eine Warteliste gab und der Tisch manchmal zu klein war, um alle Bastler zufriedenzustellen.

Auch das zweite Angebot der „Jungen Alten“ für die Jungen fand Beifall: Eine Mini-Unterwasserwelt war genau das, was sich viele kleine Besucher wünschten.

Bei dieser Gelegenheit konnte Hilde Amrein auch noch einmal auf die Feenroute aufmerksam machen, die sie mit einigen Helfern und vielen Kindern am Dschungelpfad erschaffen hat. „Das Interesse war groß“, sagt Hilde. „Unsere Angebote finden Anklang bei Klein und Groß.“

Unser oberes Foto zeigt Hilde rechts mit den interessierten Kindern. Ulla Küpper ist links im Bild.

Fotos: Walter Schöller

Picknick im Dreivierteltakt

„Neben dem Freibad ist der Kurpark heute der kühlste Platz in Heimbach“, sagte Ulrike Schwieren-Höger lächelnd und eröffnete damit das Picknickkonzert bei sommerlicher Hitze. Trotz der hohen Temperaturen waren rund 250 Zuschauer der Einladung der „Jungen Alten“ gefolgt, viele bepackt mit Klapptischchen, Stühlchen und vielen Leckereien.

Sie wurden nicht enttäuscht: Die Abendsonne tunkte den Kurpark in goldenes Licht, die Rur plätscherte eilig vorbei und spendete Kühle, einige Besucher ließen es sich an ihren Ufern auf Decken gut gehen. Freunde und Bekannte trafen sich zu einem Plausch.

Und zu allem spielte das Salonorchester „Achso!“ unermüdlich, von einigen Pausen abgesehen, fünf Stunden lang: Das „Neapolitanische Ständchen“ war ebenso zu hören wie „Gold und Silber“ oder „Die lustige Witwe“. Zum Schluss, als Burg Hengebach erstrahlte und der Große Wagen direkt darüber am Himmel stand, wurde noch ein Wunsch erfüllt: „An der schönen blauen Donau“ erklang. Und dann endlich war es auch kühl genug für ein Tänzchen, das sich einige Besucher nicht nehmen ließen. Romantik pur.

Im Kurpark wurde der Sommer gefeiert. ush

Auf der Kurparkwiese fand ein großes gemeinsames Picknick statt.
Am Abend erstrahlte Burg Hengebach über der Szenerie.

Eine Sommernacht voller Romantik

Die Strahlen der Abendsonne tunken den Kurpark in goldenes Licht. Auf Campingstühlchen sitzen Paare nah am eilig fließenden Wasser der Rur, ein Tischchen vor sich, beladen mit Leckereien, Getränken und flackernden Kerzen. Andere lassen es sich auf der Wiese gut gehen, liegen träumend auf ihrer Decke und schauen hoch in den Himmel. Gruppen von Freunden haben lange Tische aufgebaut, festlich geschmückt mit Tischtüchern, Blumen und Porzellan. Friedlich und heiter ist die Stimmung .
Das Picknickkonzert der Jungen Alten hat in diesem Jahr mehr als 300 Menschen erfreut. Bepackt mit Körben und Kühltaschen waren die ersten schon um 17 Uhr in den Kurpark gezogen, und sie klatschten begeistert, als die Musiker des Aachener Salonorchesters „Achso!“ in ihrer festlich schwarzen Kleidung gegen 18.30 Uhr das romantische Fest mit Operettenmelodien eröffneten.
„Wir lieben die grandiose Atmosphäre hier im Heimbacher Kurpark“, sagt David Havenith, Cellist und Manager des Orchesters, der diesmal mit Alina Palus auch eine Sängerin aus den eigenen Reihen präsentieren konnte.
Schon zum sechsten Mal war sein Orchester der Einladung nach Heimbach gefolgt und musizierte voller Spielfreude und Esprit in vier Blöcken mehr als vier Stunden lang alles, was Freude macht: Die „Petersburger Schlittenfahrt“ war ebenso zu hören wie „Orpheus in der Unterwelt“, „An der schönen blauen Donau“ oder „Tanzen möcht ich“.
Getanzt wurde tatsächlich von sechs jungen Heimbacherinnen der Ballettschule Sylvia Jaud. Unter Leitung von Gloria Hille verzauberten sie das Publikum, das spontan Zugaben verlangte, nachdem die grazilen Damen „La Bayadere“ und den Tango „Güell“ aus dem Musical „Gaudi“ aufgeführt hatten.
Auch viele Zuschauer bewegten sich im Walzertakt. Während hoch auf dem Felsen Burg Hengebach im Licht erstrahlte, zogen nach Einbruch der Dunkelheit Paare auf die Tanzfläche – in einer Sommernacht voller Romantik, die erst kurz vor Mitternacht endete mit anrührenden russischen Melodien.                  ush/ Fotos: Walter Schöller


Die Damen der Ballettschule Sylvia Jaud.
Foto: Beate Weiler-Pranter